Zeit 28.09.2026
20:48 Uhr

Westjordanland: UN-Gesandter prangert beispiellose Siedlergewalt im Westjordanland an


Zwischen Juni und September hat es nach UN-Angaben mehr als 600 Siedlerangriffe auf Palästinenser gegeben. Viele Übergriffe fänden im Beisein israelischer Soldaten statt.

Westjordanland: UN-Gesandter prangert beispiellose Siedlergewalt im Westjordanland an
Im Westjordanland erreicht die Gewalt israelischer Siedler nach Einschätzung des UN-Nahost-Gesandten Ramiz Alakbarov ein »beispielloses Ausmaß«. Zwischen dem 13. Juni und dem 18. September wurden demnach 630 Angriffe registriert, die zu Verletzten oder Sachschäden geführt haben, sagte Alakbarov vor dem UN-Sicherheitsrat. Viele der Angriffe würden sich in Anwesenheit israelischer Sicherheitskräfte ereignen. In dem Zeitraum seien drei palästinensische Gemeinschaften vollständig vertrieben worden, sagte Alakbarov. Seit 2023 seien damit 49 Gemeinschaften auf ähnliche Weise vertrieben worden. Zudem kritisierte Alakbarov den völkerrechtswidrigen Ausbau israelischer Siedlungen im Westjordanland, der die Aussicht auf einen zusammenhängenden palästinensischen Staat sowie auf eine Zweistaatenlösung gefährde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.