Zeit 23.03.2026
10:06 Uhr

Wahl in Rheinland-Pfalz: Anke Rehlinger will nicht SPD-Parteichefin werden


Die starken Einbußen bei der Wahl in Rheinland-Pfalz sorgen in der SPD für Personaldebatten. Führende Sozialdemokraten wie Rehlinger stellen sich aber hinter ihre Spitze.

Wahl in Rheinland-Pfalz: Anke Rehlinger will nicht SPD-Parteichefin werden
Nach den schlechten Wahlergebnissen in Rheinland-Pfalz haben die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Matthias Miersch, ihrer Parteispitze den Rücken gestärkt. Rehlinger sagte im Deutschlandfunk, sie halte "jetzt nichts von wilden Personaldiskussionen". Die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas "tut der SPD gut", auch über Co-Parteichef Lars Klingbeil wolle sie nicht spekulieren. Sie wolle gerne mithelfen in Berlin, stehe aber nicht für den Bundesvorsitz der Sozialdemokraten bereit. Sie wolle Ministerpräsidentin im Saarland bleiben. "Ich glaube nicht, dass man zwingend am Ende der Debatte zu dem Ergebnis kommen muss, wir tauschen die Köpfe aus", sagte sie weiter. Land in "verdammt unsicheren Zeiten" Miersch sagte im ARD- Morgenmagazin , es sei "absolut" notwendig, eine Personaldebatte zu führen. "Aber ich glaube, es ist nicht zielführend." Es müsse nun darum gehen, Klingbeil und Bas zu unterstützen. Miersch betonte, das Land befinde sich in "verdammt unsicheren Zeiten". Es sei Aufgabe der SPD, Zusammenhalt im Land zu organisieren. Er sagte, dass die schwarz-rote Koalition gerade in den vergangenen Monaten viel für Arbeitnehmer getan habe. Miersch nannte die Investitionen in die Infrastruktur , das Tariftreuegesetz und die Sicherung des Rentenniveaus . Klüssendorf: "SPD wieder stark bekommen" Auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf ist gegen einen Austausch von Lars Klingbeil als Parteichef. Klingbeil trage nicht allein Verantwortung für die schlechten Ergebnisse, sagte Klüssendorf in der Sendung Frühstart von RTL/ntv. Seinen eigenen Rücktritt schloss Klüssendorf ebenso aus. "Ich habe hier eine Menge beizutragen und ich habe auch eine Idee davon, wie wir die SPD wieder stark bekommen ", sagte er. Auch einen Bruch der schwarz-roten Koalition schloss Klüssendorf aus. "Wir werden ganz sicher nicht dieses Land den Extremisten überlassen." In der SPD ist nach der Pleite bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz eine Führungsdebatte entbrannt. Klingbeil hatte nach der Landtagswahl selbst eine offene Personaldebatte gefordert . Die Partei werde Personalfragen in dieser Woche in den Gremien besprechen, sagte Klüssendorf.