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15.08.2026
17:29 Uhr
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Die Eröffnung des neuen Bahnhofs Fangschleuse nahe der Tesla-Autofabrik in Grünheide südöstlich von Berlin verzögert sich. Seit dem frühen Morgen sollten dort die ersten Regionalzüge des RE1 halten. Aber bei Arbeiten der Deutsche-Bahn-Tochter DB InfraGo an der Stecke zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) kam es kurzfristig zu Verzögerungen. Züge hielten am neu gebauten Bahnhof nicht wie ursprünglich vorgesehen. Die Deutsche Bahn teilte auf Anfrage am Vormittag mit: «Bei der Abnahmeprüfung der Leit- und Sicherungstechnik kam es Verzögerungen.» Der Zugverkehr könne daher erst heute Abend aufgenommen werden. «Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Fahrgäste.» Die Leit- und Sicherungstechnik umfasst laut Bahn alle technischen Systeme, die den Zugverkehr steuern und absichern. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) kritisierte, die Bahn-Tochter DB InfraGo habe sehr kurzfristig über die Verzögerung bei der Strecken-Freigabe informiert. «Dass ein bundeseigenes Unternehmen bei einer seit Wochen bekannten Bauplanung erst am Vorabend des geplanten Endes reagiert und die Fahrgäste im Regen stehen lässt, ist inakzeptabel.» Er erwarte künftig eine frühzeitigere und verlässlichere Information. Zugausfälle auf Anzeigetafeln Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) betreibt die Regionalexpresslinie RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Das Unternehmen teilte auf seiner Internetseite mit: «Achtung auf der Linie RE1: DB InfraGO verlängert die Baumaßnahme zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) um voraussichtlich 24 Stunden bis zum 15.08.2026, ca. 21:00 Uhr.» Die InfraGo habe der Odeg am Freitagabend um 19.15 Uhr mitgeteilt, dass sich die Streckensperrung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) verlängere. Auf Anzeigetafeln am Bahnhof Fangschleuse leuchteten die Zugausfälle auf. Der erste RE1 sollte dort vor 5.00 Uhr am Morgen halten. Die Odeg schrieb, ein Busnotbetrieb sei eingerichtet. Wann genau erste Züge den neuen Bahnhof bedienen, blieb bis zum Nachmittag unklar. Der Bahnhof Fangschleuse östlich von Berlin gehört zu einer wichtigen Verkehrsachse in Richtung Osten. Der RE1 ist eine Pendler-Strecke unter anderem für die Mitarbeiter des einzigen europäischen E-Autowerks von Tesla in Grünheide. Die Bahn rechnet mit insgesamt 16.000 Reisenden täglich. «Es ist natürlich noch eine Baustelle», hatte Verkehrsminister Crumbach vor der geplanten Eröffnung im Rbb-Inforadio gesagt. «Es wird ein paar Schwierigkeiten geben.» Bahn sah sich vor Tagen im Zeitplan Die Deutsche Bahn hatte vor Tagen angekündigt, sie wolle den neuen Bahnhof Fangschleuse am 15. August 2026 öffnen. «Alle nötigen Arbeiten an der Infrastruktur, also an Gleisen, Oberleitungen und dem Bahnhof selbst, sind im Zeitplan», hatte es geheißen. Zuvor werde es aber noch ein Software-Update geben. Dies sei nötig, um das Zusammenspiel aller Komponenten mit dem neu errichteten elektronischen Stellwerk sicherzustellen. Die geschlossene «alte» Bahnhofs-Station Fangschleuse war in der Vergangenheit laut Bahn zu Hauptverkehrszeiten stark belastet. Im neu gebauten Bahnhof können auch längere Züge halten. Zunächst soll der RE1 einmal pro Stunde halten. Ab dem 25. August soll Fangschleuse dann zweimal pro Stunde bedient werden, wie es hieß. © dpa-infocom, dpa:260815-930-532836/3