Zeit 30.09.2026
06:54 Uhr

US-Luftwaffenbasis: Terrorverdächtiger in Großbritannien soll selbst Polizei gerufen haben


Offenbar hat einer der Verdächtigen eines mutmaßlichen Anschlagsversuchs in Großbritannien selbst die Polizei gerufen. Einsatzkräfte warteten schon beim US-Stützpunkt.

US-Luftwaffenbasis: Terrorverdächtiger in Großbritannien soll selbst Polizei gerufen haben
Einer der fünf unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien festgenommenen Männer soll Medienberichten zufolge selbst den Notruf gewählt und eine mutmaßlich geplante Tat damit vereitelt haben. Zuvor wurde berichtet, dass die Festnahmen erfolgten, nachdem eine Anwohnerin die Polizei verständigt hatte, weil sie drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte. Die Polizei war zu dem Zeitpunkt aber offenbar bereits vor Ort, weil der Verdächtige fast eine Stunde zuvor angerufen hatte. Das berichteten die britischen Zeitungen The Times und Guardian . Demnach soll jetzt geklärt werden, ob die fünf Männer im Auftrag des Iran gehandelt haben. Unklar war zunächst auch das Motiv des Verdächtigen für den Anruf bei der Polizei. Die britischen Behörden machten bisher kaum Angaben zu möglichen Hintergründen. Der Luftwaffenstützpunkt diente den USA als Ausgangspunkt für Angriffe auf den Iran. Nicht funktionsfähiger Sprengstoff Die Männer waren nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford festgenommen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Das von den Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich jedoch laut Polizei nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt. »Wir können bestätigen, dass keine improvisierten Sprengsätze gefunden wurden. Wir haben Brandbeschleuniger, nämlich Benzin, gefunden und diesen im Rahmen unserer Ermittlungen sichergestellt«, sagte der Leiter der Antiterroreinheit, Assistant Commissioner Laurence Taylor. Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei britische Staatsbürger, zwischen 23 und 25 Jahre alt und haben einen Wohnsitz in London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen wieder freigelassen.