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06.10.2026
07:57 Uhr
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Die Sorge vor einem Drohnenangriff führte offenbar zum überraschenden US-Abzug von einem Stützpunkt in England. Militärkreise gehen von einem iranischen Komplott aus.

Die USA haben ihre US-Langstreckenbomber nach Medienberichten aus Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff von der Militärbasis im südenglischen Fairford abgezogen. Der mutmaßliche Anschlagsplan sei Teil eines komplexen iranischen Komplotts gewesen, mit dem Ziel, auf dem Stützpunkt stationierte Flugzeuge zu treffen und US-Militärangehörige zu töten, berichteten das Wall Street Journal und die New York Times unter Berufung auf US-amerikanische und britische Militärkreise. Demnach soll die iranische Revolutionsgarde den Drohnenangriff angeordnet haben. Auch das Nachrichtenportal Axios berichtete unter Berufung auf US-Beamte, der Anlass für den Abzug der rund ein Dutzend B-1-Bomber seien Geheimdienstinformationen gewesen, die auf einen solchen Angriff hindeuteten. Vorbild für den mutmaßlichen iranischen Plan soll laut New York Times ein ukrainischer Angriff im vergangenen Jahr gewesen sein. Damals hatte die Ukraine im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg tief ins russische Landesinnere Drohnen geschmuggelt und diese auf Sattelzügen gezündet. Dabei wurden auf Landebahnen in Sibirien und im russischen Fernen Osten mehrere Flugzeuge zerstört oder beschädigt, darunter viele atomwaffenfähige strategische Bomber. Erst im März US-Bomber nach Großbritannien verlegt Am vergangenen Wochenende hatten die USA überraschend alle zwölf B-1-Bomber von Fairford auf Heimatstützpunkte in den USA zurückverlegt. Die US-Streitkräfte hatten erst im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können. Wäre der Stützpunkt tatsächlich durch einen iranischen Drohnenangriff getroffen worden, hätte das im Nahen Osten zu einer erheblichen Eskalation führen können. US-Präsident Donald Trump wich einer Reporterfrage aus, ob die Bomber wegen möglicher iranischer Kampfdrohnen in Großbritannien vom Stützpunkt abgezogen worden seien. »Das kann ich Ihnen nicht sagen«, entgegnete Trump. Wenn der Iran dies getan hätte, würde er einen hohen Preis dafür zahlen. Zugleich räumte Trump ein, dass es Bedrohungen gegeben habe. »Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit«, sagte der US‑Präsident. Die Personen, die hinter der Bedrohung steckten, stünden vermutlich in Verbindung mit dem Iran. Widersprüchliche Aussagen von Trump und Rubio Damit schien Trump seinem Außenminister Marco Rubio zu widersprechen. Dieser hatte zuvor gesagt, der Abzug der Kampfflugzeuge stehe nicht in direktem Zusammenhang mit mutmaßlichen Terrordrohungen. Grundsätzlich sei die Verlegung der Bomber zudem »nichts Ungewöhnliches«. Ende September waren fünf Männer mit britischer Staatsangehörigkeit nahe dem Stützpunkt aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. Ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft wurde ebenfalls unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Ob sie mit dem mutmaßlich geplanten Drohnenangriff in Verbindung stehen oder einen anderen Angriff planten, ist laut US-Beamten unklar.