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29.09.2026
13:40 Uhr
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Knapp ein Drittel der A400M-Transportmaschinen der Bundeswehr ist besonders verwundbar. Die Bundeswehr will sie gegen eine neue Variante des Modells austauschen.

Das Verteidigungsministerium will beim Flugzeughersteller Airbus 16 neue Transportmaschinen des Typs A400M bestellen. Damit sollen ältere Maschinen ohne taktische Fähigkeiten gegen neue ausgetauscht werden, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beim Besuch eines Airbus-Werks in Bremen. Man denke »sehr konkret darüber nach, logistische Flugzeuge durch neue taktische zu ersetzen«, wozu es »sehr gute« Gespräche mit Airbus gebe, sagte der Minister. Die Bundeswehr verfügt über 53 Transportmaschinen des Typs, die vorerst letzte Maschine wurde im April an die Streitkräfte übergeben. 16 der Flugzeuge sind allerdings reine Transporter ohne sogenannte taktische Fähigkeiten, etwa zur Abwehr von Raketenbeschuss, sagte Pistorius. Deren Ersatz werde einen Milliardenbetrag kosten. Der Bundestag muss dem allerdings noch zustimmen. Das Rüstungsfachmagazin hartpunkt hatte bereits im Mai berichtet , die Bundeswehr sei an zehn bis 20 Einheiten einer neuen Variante der A400M interessiert. Dabei gehe es um die modernste Variante, die dem Bericht zufolge »mit diversen Schutzkomponenten ausgestattet« ist, die »in einem Konflikt einen großen Mehrwert bieten« würde. Demnach arbeitet Airbus auf Anfrage eines ungenannten Kunden, bei dem es sich ebenfalls um die Bundeswehr handeln soll, an einer weiteren Variante der A400M, die auch Waffen wie Drohnen oder mehrere Marschflugkörper zugleich tragen könne. Dabei dürfte es sich aber nicht um das von Pistorius angekündigte Beschaffungsprojekt handeln. Einsätze als Löschflugzeug, fliegende Krankenstation oder Soldatentransporter Das Transportflugzeug hat bei der Bundeswehr verschiedene Aufgaben. So kann es andere Flugzeuge in der Luft betanken. Neben dem Transport von Soldaten oder militärischen Gütern wie Panzern wird es auch für humanitäre Einsätze genutzt: So bringt es Hilfsgüter in Krisengebiete, kann zu einer mobilen Krankenstation umgebaut werden oder war zuletzt in Frankreich als Löschflugzeug im Einsatz . Viel Aufmerksamkeit erlangte das Flugzeug auch für die Evakuierungsflüge aus Afghanistan nach der erneuten Machtergreifung der Taliban. Pistorius bezeichnete die A400M in Bremen als »das beste Flugzeug seiner Art«. Kommt der Kauf neuer Maschinen zustande, sollen die älteren Modelle an Partnerländer verkauft werden, sagte der Minister. Laut dem hartpunkt -Bericht vom Mai soll es allerdings auch die Überlegung geben, die älteren Flugzeuge zu behalten, um auf einen größeren Bestand zurückgreifen zu können.