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05.10.2026
09:07 Uhr
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Christa Pike sollte in Tennessee hingerichtet werden, überlebte aber die Giftspritze. Ob sie wieder zu Bewusstsein kommt, ist offenbar noch unklar.

Die verurteilte Mörderin Christa Pike ist fünf Tage nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch weiterhin bewusstlos. Eine Prognose zum Zustand der 50-Jährigen könne möglicherweise erst in einigen Tagen abgegeben werden, sagte einer ihrer Anwälte. Pike wird derzeit im Krankenhaus behandelt und durch künstliche Beatmung am Leben gehalten. Am vergangenen Mittwoch wurden Pike zwei Dosen des Präparats Pentobarbital verabreicht. Die geplante Hinrichtung per Giftspritze scheiterte jedoch, Pike überlebte. Nach Angaben ihrer Anwälte erlitt sie Verbrennungen an den Armen. Demnach soll die Giftspritze falsch verabreicht worden sein: Es habe eine Stunde gedauert, den intravenösen Zugang zu legen, eine Nadel sei dabei stark verbogen worden. Mutmaßlich ist das Gift teilweise statt in eine Vene in das umliegende Gewebe gelangt. Pike steht im Krankenhaus unter Bewachung, während Ärzte versuchen, das Präparat aus ihrem Körper zu entfernen. Ihr Anwalt Stephan Ferrell sagte, er wisse nicht, ob sie zwischendurch wieder zu Bewusstsein gekommen sei. Entscheidungen über ihre medizinische Behandlung würden von einer anderen Person getroffen. US-Ministerium will Erschießungskommandos bei Hinrichtungen zulassen Pike wurde 1996 zum Tode verurteilt. Sie hatte gestanden, ein Jahr zuvor zusammen mit ihrem damaligen Freund eine Mitschülerin gefoltert und getötet zu haben. Sie war eine der jüngsten Frauen in den USA, die jemals zum Tode verurteilt wurden. Die für vergangenen Mittwoch geplante Vollstreckung der Todesstrafe wäre die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen. Wegen des Scheiterns der Hinrichtung trat der Leiter des Gefängnisses kurz darauf zurück . Die Regierung von Tennessee hat bislang nicht offiziell erklärt, weswegen Pike überlebte. Laut der Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) ist Pike die erste Gefangene, die eine Verabreichung einer tödlichen Dosis bei einer Hinrichtung überlebt hat. Pikes Anwalt Ferrell forderte den Gouverneur des Bundesstaates auf, Pikes Todesstrafe in eine lebenslange Haft umzuwandeln. Die Todesstrafe wird in 27 US-Bundesstaaten weiterhin praktiziert. US-Präsident Donald Trump hatte die Möglichkeiten, eine Todesstrafe zu verhängen, ausgeweitet. Im April teilte das US-Justizministerium mit, auch Erschießungskommandos als Hinrichtungsmethode erlauben zu wollen. Nach Angaben von DPIC wurden im vergangenen Jahr 47 Menschen hingerichtet, der höchste Stand seit 2009 .