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17.08.2026
13:42 Uhr
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Der BSW-Bundesvorstand will ein Ende der »Brombeer-Koalition« in Thüringen. Doch die Fraktion in Thüringen stellt sich einstimmig gegen die Forderungen aus Berlin.

Die Thüringer BSW-Landtagsfraktion hält trotz Forderungen der Bundesspitze an der Regierungskoalition mit CDU und SPD fest. »Die BSW-Fraktion hat nach intensiver Beratung einstimmig den Beschluss gefasst, in der Regierungspolitik zu verbleiben«, sagte die Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach in Erfurt. An der Abstimmung hatten 13 der 15 Fraktionsmitglieder teilgenommen. Mit der Entscheidung gehe die BSW-Fraktion »konsequent den Thüringer Weg weiter für Stabilität, für Frieden, für soziale Gerechtigkeit und Vernunft hier für die Menschen in Thüringen«, sagte Hupach. Die BSW-Landesvorsitzende und Thüringer Finanzministerin Katja Wolf lehnte trotz des anhaltenden Gegenfeuers des Bundesvorstands gegen die Thüringer Regierungspolitik einen Parteiaustritt ab. Sie sehe »persönlich überhaupt keinen Grund, das BSW zu verlassen.« Die Partei sei gegründet worden, um auch aus einer Regierungsverantwortung heraus etwas zu verändern. Sie sei überzeugt, dass die Thüringer BSW-Vertreter die Gründungsidee konsequent verfolgten. De Masi sieht Glaubwürdigkeit der Partei gefährdet Der Bundesvorstand des BSW hatte den thüringischen Landesverband aufgefordert , den CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt nicht länger zu stützen und die sogenannte Brombeer-Koalition zu verlassen. Hintergrund ist die Aberkennung von Voigts Doktortitel durch die TU Chemnitz. Gegen die Entscheidung will Voigt nach Angaben seines Anwalts klagen. Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi begründete die Forderungen des Parteivorstands mit der Beschädigung der eigenen Glaubwürdigkeit. »Selbstverständlich hätte ich mir etwas anderes gewünscht, als jetzt einen Konflikt zu führen so kurz vor einer Wahl«, sagte De Masi im ZDF- Morgenmagazin . »Aber wir haben diese Wahl gar nicht.« Im Hinblick auf die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt müsse die Partei den Wählerinnen und Wählern sagen, dass sie einen Kurs wie in Thüringen nicht mittrage. Zuletzt hatte der thüringische AfD-Parteichef Björn Höcke vorgeschlagen, die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht zur neuen Ministerpräsidentin des Freistaates zu wählen . Das lehnte Wagenknecht ab und begründete das auch mit fehlendem Vertrauen des Thüringer Landesverbands in ihre Person .