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14.08.2026
17:40 Uhr
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Auf Plakaten ist dieselbe Frau einmal stehend und einmal im Rollstuhl abgebildet. Ministerpräsident Schulze spricht von einem Fehler. Diskussionen wolle er andere führen.

Nach Spott und heftigen Diskussionen über seine Wahlplakate hat Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze einen Fehler eingeräumt. »Dieselbe Frau an einem Tag in zwei Situationen zu fotografieren, war handwerklich vielleicht nicht klug. Das stimmt, machen wir beim nächsten Mal besser«, sagte Schulze in einem Video bei X. Auf einem seiner Wahlplakate war dieselbe Frau neben Schulze einmal im Rollstuhl sitzend zu sehen, ein weiteres zeigte sie stehend. Im Internet sorgte das für Spott, einige Nutzer bezeichneten den CDU-Politiker deshalb ironisch als » Wunderheiler «. Schulze griff die Kritik in seinem Video selbst auf: Es würde einige Probleme in Sachsen-Anhalt schneller lösen, wenn er tatsächlich Wunder vollbringen könnte. »Nun stimmt es leider nicht. Wunder, die kann ich Ihnen nicht versprechen«, sagte er. »Aber dass ein Arzt in erreichbarer Nähe ist, wenn Sie ihn brauchen, dafür trete ich als Ministerpräsident an.« Der CDU-Politiker sagte, dass die Debatte über die Plakate vor allem in den sozialen Medien geführt werde. Bei seinen Terminen im Land sei er hingegen kein einziges Mal darauf angesprochen worden. »Gefragt worden bin ich etwas anderes. Haben wir in der Zukunft noch genügend Ärzte im Land, und wenn ja, wo sollen die herkommen? Wer hilft mir eigentlich, wenn ich älter werde und Pflege brauche?« Um diese Fragen gehe es, sagte der Ministerpräsident in dem Video. Genau um solche Themen müsse es seiner Ansicht nach gehen. Er wünsche sich deshalb, dass die Diskussion wieder stärker auf die konkreten Herausforderungen und die Zukunft Sachsen-Anhalts gelenkt werde. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen steht die AfD bei mehr als 40 Prozent, die CDU liegt mit 24 Prozent weit abgeschlagen hinter der AfD . Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei strebt nach der Wahl eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen. Dies ist unter anderem davon abhängig, wie viele Parteien insgesamt ins Parlament einziehen werden und wie diese dann bei der Wahl des Ministerpräsidenten agieren.