Zeit 23.03.2026
13:50 Uhr

Sexualisierte Gewalt im Internet: Prominente Frauen fordern Schutz vor sexualisierter Gewalt


Carolin Kebekus, Bärbel Bas und Frauke Ludowig: Mehr als 250 bekannte Frauen haben einen Zehn-Punkte-Plan gegen sexualisierte Gewalt im Internet unterzeichnet.

Sexualisierte Gewalt im Internet: Prominente Frauen fordern Schutz vor sexualisierter Gewalt
Mehr als 250 prominente Frauen setzen sich für einen besseren Schutz gegen sexualisierte Gewalt im Internet ein. Dazu haben sie einen Zehn-Punkte-Plan unterzeichnet, wie der Spiegel berichtet . Unter anderem fordern die Unterzeichnerinnen demnach, das Erstellen und Verbreiten sexualisierender Deepfakes unter Strafe zu stellen sowie voyeuristische Aufnahmen aus halböffentlichen Räumen wie Saunen und öffentlichen Duschen. Der Maßnahmenkatalog soll sich an die Bundesregierung richten. Er steht im Zusammenhang mit der Berichterstattung des Spiegel über Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. In dem Plan heißt es demnach, dass Anwendungen und Plattformen, welche zum Erstellen solcher Inhalte genutzt würden, stärker reguliert werden sollten. Zudem solle eine nationale Strategie gegen männliche Gewalt erstellt und Behörden wie Polizei und Justiz für den Umgang mit Opfern sensibilisiert werden . " Femizid " solle als eigener Tatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden und auch die Strafbarkeit von sexuellen Handlungen ohne ausdrückliche Zustimmung . Initiiert hatten den Aufruf die Aktivistin Kristina Lunz, Politikerin Ricarda Lang (Grüne) und die Autorin Düzen Tekkal. Zu den Unterzeichnerinnen zählen etwa Politikerinnen wie Bärbel Bas (SPD), Katharina Dröge und Britta Haßelmann (Grüne), die Musikerinnen Nina Chuba und Ikkimel, Komikerin Carolin Kebekus, Moderatorin Frauke Ludowig und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Anlass war ein Bericht des Spiegels , in dem Fernandes ihrem Ex-Mann langjährige sexualisierte Gewalt vorwirft . Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an; es handle sich um eine einseitige Darstellung falscher Tatsachen.