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28.09.2026
12:14 Uhr
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Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson sieht sich aktuell außerstande, eine Regierung zu bilden. Die Linkspartei habe ihre Bemühungen mit einer Ankündigung untergraben.

Schwedens Oppositionsführerin Magdalena Andersson hat trotz des Sieges ihres Mitte-Links-Bündnisses die Sondierungsgespräche abgebrochen. Sie werde dem Parlamentspräsidenten mitteilen, dass die Umsetzung des Regierungsauftrags in der aktuellen Situation unmöglich sei, sagte die Vorsitzende der Sozialdemokraten auf einer Pressekonferenz. Als Grund für den Abbruch nannte Andersson die Ankündigung der Linkspartei, einen Kandidaten der liberal-konservativen Moderaten-Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson für das Amt des Parlamentspräsidenten zu unterstützen. Dies untergrabe ihre Bemühungen um eine Regierungsbildung. Sie nehme die Botschaft der Linkspartei ernst, sagte Andersson. Deswegen und aufgrund von Gesprächen, die sie geführt habe, komme sie zu dem Schluss, dass ihr aktuell die Möglichkeit für die Bildung einer Regierung fehle. Die Linken seien nun Teil eines anderen Blocks. Die Vorsitzende der Linken, Nooshi Dadgostar, wies das zurück. Sie bezeichnete die Reaktion Anderssons als merkwürdig. Ihre Partei habe klargestellt, dass die Unterstützung für Norlén keinen parteitaktischen Hintergrund habe, sondern dem Wunsch geschuldet sei, einen erfahrenen Politiker zum Parlamentspräsidenten zu wählen, sagte sie der Zeitung Expressen . Ministerpräsident Kristersson könnte mit der Regierungsbildung beauftragt werden Nun muss der Parlamentspräsident entscheiden, wer den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Ein möglicher Anwärter ist der amtierende Ministerpräsident Kristersson. Das Mitte-Links-Lager von Magdalena Andersson hatte die Parlamentswahl Anfang des Monats gewonnen . Das Bündnis, das aus mehreren Parteien besteht, errang mit 176 Sitzen im Parlament eine knappe Mehrheit. Der Mitte-Rechts-Block von Ministerpräsident Ulf Kristersson kam auf 173 Mandate.