|
11.08.2026
11:25 Uhr
|
Hunderte antike Gefäße türmen sich vor Sizilien in einem Schiffswrack. Italiens Kulturminister spricht von einem der bedeutendsten Unterwasserfunde der letzten Jahre.

Vor der Küste Siziliens haben italienische Taucher ein Schiffswrack aus der Römerzeit entdeckt – samt kostbarer archäologischer Fracht. Das Schiff sei gut 2.100 Jahre alt, teilte die für den Schutz von Kulturgütern zuständige Polizeieinheit in Palermo mit. Demnach war es voll beladen mit Hunderten gut erhaltenen Amphoren, also bauchige und enghalsige Gefäße mit Henkeln, die wahrscheinlich für den Transport von Wein dienten. Die Taucher hätten das Wrack rund fünf Kilometer vor der Küste von Mazara del Vallo in einer Tiefe von 46 Metern aufgespürt, teilte die Polizei mit. Den entscheidenden Hinweis darauf lieferten demnach Fischer. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli sprach von einer der bedeutendsten archäologischen Unterwasserentdeckungen der vergangenen Jahre. Nach Berichten örtlicher Medien ist das Schiff rund 21 Meter lang und sechs Meter breit. Demnach hatte es vorwiegend Amphoren vom Typ Dressel-1A an Bord, die für ihre hohe und zylindrische Form bekannt sind. »Die Sicht war nicht die beste«, schilderte der Unterwasser-Fischer Giacomo De Mola im Onlinedienst Instagram den Moment, in dem er und sein Kollege Igor Bisulli auf das Wrack stießen. »Ich näherte mich. Und mein Herz setzte aus«, schrieb er und fügte begeistert hinzu: »Unter mir erstreckte sich eine riesige Fläche aus Amphoren.«