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23.03.2026
11:16 Uhr
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Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil haben ein gemeinsames Statement zur Niederlage in Rheinland-Pfalz angekündigt. Spitzenkandidat Schweitzer sagte den Termin ab.

Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil wollen sich überraschend gemeinsam zur Wahlniederlage ihrer Partei in Rheinland-Pfalz äußern. Eine ursprünglich geplante Blumenübergabe und Pressekonferenz mit dem Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer in Berlin wurde "aufgrund kurzfristig eingetretener Terminänderungen" abgesagt. Die Bild berichtet, dass Schweitzer den bereits gebuchten Flug nach Berlin am Morgen kurzfristig abgesagt habe. Stattdessen kündigte die SPD für den späten Vormittag ein Statement der Parteivorsitzenden an. Der Termin war für 11.15 Uhr angesetzt. Schweitzer hatte die Landtagswahl deutlich gegen den CDU-Kandidaten Gordon Schnieder verloren. Verantwortung dafür hatten bereits am Wahlabend auch Bas und Klingbeil übernommen. In der SPD wurden Rücktrittsforderungen vor allem gegen Klingbeil laut. Klüssendorf stärkt Klingbeil den Rücken SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf stellte sich dagegen hinter Klingbeil. Klingbeil trage nicht allein Verantwortung für die schlechten Wahlergebnisse, sagte Klüssendorf im RTL/ntv- Frühstart . Die SPD habe unabhängig von Personalkonstellationen Probleme gehabt – egal, wer Parteivorsitzender, Kanzler oder Kanzlerkandidat gewesen sei. Auch einen eigenen Rücktritt schloss Klüssendorf aus. Er sei sehr motiviert, die Partei wieder zu stärken, und habe konkrete Vorstellungen davon, wie das gelingen könne. Personalfragen würden in dieser Woche in den Parteigremien besprochen. Saarlands Ministerpräsidentin und SPD-Vize Anke Rehlinger forderte eine schonungslose Aufarbeitung der Niederlage. Aber auch sie stellte sich hinter die Parteispitze. Sie selbst stehe nicht für den Bundesvorsitz zur Verfügung , sagte Rehlinger. Der Schock der Wahlniederlage bei Schweitzer saß offenbar tief. Er äußerte sich am Sonntag erst anderthalb Stunden nach Schließung der Wahllokale. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung Rheinpfalz ließ er seine politische Zukunft offen, auch wenn er ausschloss, als bisheriger Regierungschef Teil eines CDU-geführten Kabinetts zu sein. In dem Gespräch kritisierte er auch die Rolle der Bundespartei im Wahlkampf. "Ich kann nicht verhehlen, dass die Bundes-SPD mir keinen Rückenwind gegeben hat", sagte er. "Es war, als würde ich einen Sprint gegen den Berg laufen."