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01.06.2026
13:38 Uhr
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2027 soll der Beitragssatz zur Rente noch stabil bleiben, im Jahr darauf droht laut Berechnungen ein Plus von 1,3 Punkten. Das wäre etwas mehr als bislang angenommen.

Der Beitragssatz für die Rentenversicherung könnte im Jahr 2028 einer offiziellen Schätzung zufolge auf 19,9 Prozent steigen. Das wären 1,3 Prozentpunkte mehr als heute und 0,1 Prozentpunkte mehr als bislang vorhergesagt. Das geht aus der sogenannten Frühjahrsfinanzschätzung hervor, die die Deutsche Rentenversicherung veröffentlicht hat. Bei der Schätzung handele es sich um Prognosen unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage, teilte ein Sprecher der Rentenversicherung mit. Die tatsächliche Entwicklung hänge unter anderem von der geplanten Rentenreform der großen Koalition und der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung ab. Bis 2027 soll der Beitragssatz demnach bei 18,6 Prozent stabil bleiben. 2029 soll er wie bereits angenommen bei 20 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens liegen und in den Folgejahren weiter steigen. Für die Rentenversicherung komme der prognostizierte Anstieg des Beitragssatzes »nicht unerwartet«, sagte der Sprecher. Erste Erhöhung seit 2007 Die Rentenversicherung wies darauf hin, dass der Beitragssatz seit 2018 durchgehend stabil sei und in den Jahren zuvor bereits deutlich höher als heute gelegen habe. Bei dem für 2028 erwarteten Anstieg handele es sich um die erste Erhöhung seit 2007. Im vergangenen Jahr stiegen die Gesamteinnahmen der Rentenversicherung laut der Frühjahrsschätzung um 5,3 Prozent auf 417,4 Milliarden. Die Ausgaben legten um 6 Prozent auf 421,3 Milliarden Euro zu. Große Koalition will Rentenreform bis zum Sommer verabschieden Schon seit Langem ist bekannt, dass die Rentenausgaben mit dem Übertritt geburtenstarker Jahrgänge in die Rente künftig hinter den Einnahmen zurückzufallen drohen. Die Bundesregierung will deshalb auf Basis von Vorschlägen einer Rentenkommission noch bis zum Sommer eine große Reform auf den Weg bringen. Vergangene Woche hatten die sogenannten Wirtschaftsweisen vor ungebremst steigenden Sozialbeiträgen auf fast 50 Prozent gewarnt. Bis 2040 würden wegen der fortschreitenden demografischen Alterung die Sätze in allen Sozialversicherungen steigen. Reformen seien dringend nötig, mahnte das Beratungsgremium der Bundesregierung.