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22.03.2026
19:12 Uhr
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Die CDU feiert ihren Spitzenkandidaten Gordon Schnieder als Wahlsieger. Die SPD zeigt sich enttäuscht. AfD-Chefin Weidel kündigt eine "großartige Oppositionsarbeit" an.

Die Ergebnisse der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder sieht sich durch die ersten Hochrechnungen in seinem Kurs bestätigt. "Die CDU in Rheinland-Pfalz ist wieder da", sagte er vor Parteimitgliedern. SPD-Chefin Bärbel Bas räumte eine Mitverantwortung der Bundespartei für die Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz ein. "Das ist auch nicht schönzureden", sagt die Co-Vorsitzende im ZDF. Das Ergebnis sei sicherlich nicht unbeeinflusst durch die Bundes-SPD. Der Spitzenkandidat Alexander Schweitzer habe hingegen mit seinem Team einen hervorragenden Wahlkampf gemacht. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sprach von einem starken Ergebnis seiner Partei in Rheinland-Pfalz. Schnieder habe es geschafft, sich auf Landesthemen zu fokussieren, sagte Linnemann im ZDF. Diese hätten bei der Wahl in Rheinland-Pfalz, anders als etwa in Baden-Württemberg, im Vordergrund gestanden. Linnemann sprach zudem von einem starken Ergebnis für die Parteien der Mitte. Wenn das Ergebnis so bleibt, hat man mehr als 50 Prozent Schwarz-Rot, das ist schon auch ein starkes Ergebnis für die Mitte-Parteien, sagte der CDU-Generalsekretär. AfD will in der Opposition den "Finger in die Wunde legen" Die AfD zeigte sich mit ihrem Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz sehr zufrieden. AfD-Co-Bundeschef Tino Chrupalla sagte im ZDF, angesichts der 20 Prozent, die seine Partei laut Hochrechnungen erreicht: "Da muss sich die CDU überlegen, wie sie im Endeffekt jetzt auch wieder von der SPD natürlich vom Nasenring durch die Manege gezogen wird. (...) Sie muss erklären, wie sie überhaupt noch konservative bürgerliche Politik betreiben will." Ähnlich sieht es die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel. Sie will in Rheinland-Pfalz eine "großartige Oppositionsarbeit" leisten. Die AfD habe ein Rekordergebnis erzielt, sagte Weidel der ARD. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.