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22.03.2026
21:09 Uhr
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Die deutsche Presse sieht im Ausgang der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein desaströses Ergebnis der Sozialdemokraten und warnt vor einer gestärkten AfD. Die Presseschau

Im Wahlsieg der CDU in Rheinland-Pfalz sehen deutsche Medien hauptsächlich eine Niederlage der SPD. "Mit Blick auf die nächste Bundestagswahl müsste den Genossen eigentlich speiübel werden", schreibt die Südwestpresse in Ulm. "Man könnte – wieder einmal – das Spitzenpersonal wechseln", lautet ein Vorschlag des Blattes. "Aber glaubt wirklich jemand, dass das die Rettung brächte?" Die SPD benötige für eine Veränderung Reformkraft auf Bundesebene, um etwas zu ändern, schreibt die Südwestpresse . Die schwarz-rote Regierung in Berlin müsse für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen, "ohne den Sozialstaat zu schleifen". Dafür müsse die SPD aber auch mal Risiken eingehen und Entschlossenheit zeigen, schreibt das Blatt. "Die SPD sollte bei den anstehenden Reformen sichtbar sein, aber nicht als Blockierer." Ähnlich sieht es die Saarbrücker Zeitung . Sie bezeichnet das SPD-Wahlergebnis als "Desaster". Die Parteiführung in Berlin könne sich auf parteiinterne Kritik einstellen: "Die einen werden ihr Verrat an einem linken Kurs vorwerfen, die anderen werden das Verschleppen von tiefgreifenden Reformen als Fehler ausmachen", schreibt das Blatt und stellt die Frage: "Wie kann es sein, dass in Zeiten der Arbeitslosigkeit ausgerechnet die (ehemalige) Partei der Arbeiter nicht punkten kann?" "Eine demoralisierte und personell erschöpfte SPD" Die Rhein-Zeitung sieht nach der Wahl keinen Wandel in der Politik in Rheinland-Pfalz: "Die Mehrheit der Wähler, die sich selbst immer noch in der demokratischen Mitte verortet, wusste schon lange, dass sie keinen echten Politikwechsel wählen wird", schreibt die Zeitung aus Koblenz. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder werde mit "einer demoralisierten und nach 35 Jahren an der Macht personell erschöpften SPD" schnell eine schlagkräftige Regierung bilden müssen. Dagegen warte eine gestärkte AfD "mit Sicherheit nur darauf, nach Berliner Muster eine Große Koalition als Ampelnachfolgerin nach Kräften zu destabilisieren", schreibt die Rhein-Zeitung . Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.