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25.03.2026
07:41 Uhr
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Lehrkräfte sollten ab 2030 nicht mehr verbeamtet werden, fordert Sachsens Kultusminister Clemens. Auch andere Stimmen aus Politik und Wirtschaft sprechen sich dafür aus.

Mehrere Stimmen aus Politik und Wirtschaft haben gefordert, dass künftig bundesweit keine Lehrerinnen und Lehrer mehr verbeamtet werden sollen. Dies soll die Ausgaben für Beamte und deren Pensionen senken. "Der Beamtenstatus für Lehrer ist aus der Zeit gefallen", sagte Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) der Rheinischen Post. Eine breite Verbeamtung bei Lehrkräften könne man sich "nicht mehr leisten". Die Belastung der Haushalte sei zu hoch. Bei der Bildungsministerkonferenz in dieser Woche werde er daher "vorschlagen, dass wir ab 2030 gemeinsam keine Lehrkräfte mehr verbeamten". Es müsse auch die Frage gestellt werden, "in welchen Bereichen wir noch verbeamten". Auch der Wirtschaftsweise Martin Werding sprach sich dafür aus. "Der stärkste Hebel, um diese Lasten längerfristig einzudämmen, liegt in einer ab sofort zurückhaltenderen Verbeamtungspolitik", sagte er ebenfalls der Rheinischen Post . Das gelte speziell für öffentliche Bedienstete, die keine klaren hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen, wie etwa Lehrer. Darunter sind die Aufgaben zu verstehen, die ein Staat laut dem Recht zu erfüllen hat. Die Ausübung hoheitlicher Aufgaben ist als ständige Aufgabe an Menschen zu übertragen, die in einem Dienst- und Treueverhältnis stehen. Unterstützung für einen Stopp der Verbeamtung von Lehrern kommt auch vom Bund der Steuerzahler . Dessen Präsident Reiner Holznagel sagte der Rheinischen Post : "Deutschlands XXL-Beamtenverhältnisse belasten die öffentlichen Haushalte enorm." Deshalb müsse der Beamtenstatus auf den Prüfstand. "Umfang und Privilegien müssen kritisch unter die Lupe genommen werden, weil die finanzielle Schere in der Gesellschaft immer weiter auseinandergeht und Beschäftigte aus der freien Wirtschaft nur noch den Kopf schütteln", sagte Holznagel.