Zeit 06.10.2026
12:04 Uhr

Nobelpreis für Physik geht an Astrophysiker Francis Halzen


Der Elementarteilchenphysiker Francis Halzen wird für Beiträge zum Neutrino-Observatorium geehrt. Dem US-Amerikaner gelang es, sogenannte Geisterteilchen nachzuweisen.

Nobelpreis für Physik geht an Astrophysiker Francis Halzen
Der belgisch-US-amerikanische Wissenschaftler Francis Halzen wird in diesem Jahr mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. Halzen habe erkannt, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Teilchen nutzen lasse, die als Neutrinos bekannt sind. Seine Vision und seine wissenschaftliche Führungsrolle ermöglichten, das Neutrino-Observatorium IceCube am Südpol. Damit gelang die Entdeckung hochenergetischer Neutrinos aus dem All, wie es in der Begründung hieß. Mithilfe von IceCube, einem Kubikkilometer Eis, der mit Lichtsensoren ausgestattet ist, können Forscher Neutrinos aus extrem energiereichen Prozessen im fernen Universum nachweisen. Im vergangenen Jahr ging der Physiknobelpreis an den Briten John Clarke, den Franzosen Michel Devoret und den US-Amerikaner John Martinis. Sie erhielten die Auszeichnung »für die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunneleffekts und der Energiequantisierung in einem elektrischen Stromkreis«. Die Nobelpreise gehen auf den Dynamit-Erfinder und Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Er legte in seinem Testament fest, dass diejenigen mit den Preisen ausgezeichnet werden sollten, die der Menschheit im vergangenen Jahr in den einzelnen Preiskategorien den größten Nutzen erwiesen haben. Die Physik war dabei die erste Kategorie, die Nobel in seinem Testament erwähnte. Der erste Physik-Nobelpreisträger war 1901 der Deutsche Wilhelm Conrad Röntgen. Er wurde für seine Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen ausgezeichnet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.