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29.03.2026
03:00 Uhr
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Unter dem Motto No Kings demonstrieren Menschen in allen Bundesstaaten der USA gegen die Regierung von Präsident Trump. In St. Paul tritt auch Bruce Springsteen auf.

In den USA haben Menschen landesweit unter dem Motto No Kings (Keine Könige) gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump protestiert. In über 3.000 Orten in allen 50 Bundesstaaten fanden nach Angaben der Organisatoren große und kleine Protestmärsche statt, zu denen insgesamt Millionen Menschen erwartet wurden. Es sind die dritten landesweiten Demonstrationen unter diesem Motto seit dem Amtsantritt Trumps im Januar vergangenen Jahres. Zentrum der Proteste waren unter anderem die Zwillingsstädte Minneapolis und St. Paul im Bundesstaat Minnesota. Dort wurden 100.000 Teilnehmende erwartet. Auch der Rockstar Bruce Springsteen trat dort auf und sang seinen Protestsong Streets of Minneapolis im Gedenken an die Tötung der beiden US-Bürger Renée Good und Alex Pretti durch Beamte der Einwanderungspolizei ICE und des US-Grenzschutzes. "Ihre Tapferkeit, ihr Opfer und ihre Namen werden nicht vergessen werden", sagte Springsteen an die Menge gerichtet. In der US-Hauptstadt Washington, D. C. zogen bereits am Morgen nach Beobachtungen einer Korrespondentin der Nachrichtenagentur dpa Zehntausende Menschen über die Memorial Bridge in Richtung Innenstadt. Viele versammelten sich am Lincoln Memorial, wo einst auch der Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte Rede mit dem Ausruf "I Have a Dream" (Ich habe einen Traum) hielt. Die Organisatoren, ein Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, erwarteten Medienberichten zufolge landesweit rund neun Millionen Teilnehmer und sprachen demnach von einer der größten Protestmobilisierungen in der Geschichte des Landes. An den letzten No-Kings-Demonstrationen im Oktober sollen Schätzungen zufolge rund sieben Millionen Menschen teilgenommen haben. US-Regierung verunglimpft Demonstrierende Viele Teilnehmende brachten ihre Unzufriedenheit mit der rigorosen Abschiebepolitik der Regierung und den umstrittenen ICE-Einsätzen zum Ausdruck. Auch der Krieg gegen den Iran stand im Zentrum der Proteste. Wie schon bei den vergangenen No-Kings-Märschen richtete sich der Unmut der Demonstrierenden aber auch gegen Korruption und die Aushöhlung der Demokratie in den USA. "Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen. Aber dies ist Amerika, und die Macht liegt beim Volk – nicht bei Möchtegernkönigen oder ihren milliardenschweren Kumpanen", hieß es von den Organisatoren im Vorfeld. Die US-Regierung spielte die Bedeutung der Proteste herunter. Sprecherin Abigail Jackson erklärte, nur Journalisten interessierten sich dafür. Es handele sich um Therapiesitzungen für Menschen, die am sogenannten Trump-Derangement-Syndrom litten. Mit dem Begriff unterstellen Trump-Anhänger Kritikern des Präsidenten, dass diese jegliches Urteilsvermögen verloren hätten und Trump daher irrational und geradezu hysterisch ablehnen würden. Auch außerhalb der USA gab es Solidaritätskundgebungen. In Deutschland fanden unter anderem Demonstrationen in Berlin, Hamburg und München statt. Auch in anderen europäischen Städten wie Paris, Rom und Madrid protestierten die Menschen gegen die US-Regierung.