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28.09.2026
13:50 Uhr
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An mehreren Orten am Rhein wurden historische Tiefstände des Pegels gemessen. Der Schiffsverkehr ist weiterhin erheblich eingeschränkt. Es regnet derzeit zu wenig.

An mehreren Orten am Rhein sind historische Tiefstände des Pegels gemessen worden. Das Niedrigwasser erschwert den Schiffsverkehr erheblich. Der Pegel in Kaub im für die Schifffahrt wichtigen Abschnitt zwischen St. Goar und Mainz unterschritt am Wochenende zeitweise den Nullpunkt und erreichte damit einen historischen Tiefstand. Auch in Köln wurde am Montag mit 40 Zentimetern ein Niedrigwasser-Rekord aufgestellt. Aus aktuellen Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein geht hervor, dass der Pegelstand auf 40 Zentimeter gesunken ist. Auf dem besonders von Niedrigwasser betroffenen Mittelrheinabschnitt zwischen St. Goar und Mainz seien »nur noch vereinzelt Güterschiffe unterwegs«, sagte Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Der Abschnitt gilt als Nadelöhr der Rheinschifffahrt. Die Fahrrinne ist laut BDB schlechter ausgebaut als flussaufwärts und flussabwärts. Der Kölner Außenbezirksleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein, Markus Neumann, sagte, er beobachte eine starke Abnahme der Schifffahrt, obwohl die Fahrrinne tiefer sei als der Pegelstand am Ufer. In Köln etwa sind es dem Amt zufolge 1,11 Meter mehr. Wiederanstieg spätestens zum Wochenende erwartet Die Schifffahrt stehe als Dienstleister weiterhin zur Verfügung. Es könne jedoch nur mit deutlich weniger Ladung gefahren werden, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des BDB, Fabian Spieß. Die Schifffahrt fahre, solange es sicher möglich sei. Dies stehe im Ermessen der Schiffsführung. Die im vergangenen Monat eingeleiteten Maßnahmen, etwa die Aufhebung von Sonn- und Feiertagsverboten für Lastwagen, können die Lieferketten laut Spieß teilweise stabilisieren. Bereits in der ersten Augusthälfte waren die Pegelstände am Rhein deutlich gesunken. Daraufhin brach die Frachtschifffahrt ein. Güterschiffe konnten entweder gar nicht mehr oder nur leer fahren. In der zweiten Augusthälfte stiegen die Wasserstände wegen der Niederschläge wieder an. Im Rheineinzugsgebiet fehlt es laut BDB an ergiebigeren Niederschlägen. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung rechnen damit, dass die Pegelstände in Köln zum Ende der Woche und in Kaub ab dem kommenden Wochenende steigen.