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10.08.2026
11:59 Uhr
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Nach mehreren Bundesländern hat auch Baden-Württemberg das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ausgesetzt. Dies soll die Logistik angesichts des Niedrigwassers entlasten.

Wegen des anhaltenden Niedrigwassers auf den Wasserstraßen will Baden-Württemberg das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Geplant sei dies ab dem kommenden Wochenende und bis Ende September, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums auf Anfrage. Die genauen Regelungen würden noch erstellt. »Wir müssen in dieser schwierigen Situation jede Maßnahme ergreifen, die Lieferengpässe reduziert oder vermeidet«, sagte die Verkehrsministerin des Landes, Nicole Razavi (CDU). »Zwar werden wir allein dadurch das Problem nicht lösen, aber wenn wir es dadurch verkleinern und den Lkw-Verkehr entzerren und flexibler gestalten können, ist schon einiges gewonnen«, so Razavi. Am Sonntag griff in einzelnen Bundesländern erstmals die vorübergehende Lockerung beim Sonntagsfahrverbot für bestimmte Lastwagen. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland dürfen Lkw auch an Sonn- und Feiertagen fahren , wenn die Transporte mit den Folgen des Niedrigwassers zusammenhängen. Die Ausnahmen gelten zunächst bis Ende August beziehungsweise längstens bis Ende September. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben für diese Transporte zudem das sommerliche Samstagsfahrverbot gelockert. Bilger kündigt mehrere Sofortmaßnahmen an Wegen ausbleibender Niederschläge und hoher Temperaturen sind die Pegelstände etwa am Rhein auf Tiefstwerte gefallen. Frachtschiffe können daher nur einen Bruchteil der möglichen Ladung transportieren. Aktuell sind mehrere Regionen in Europa von Dürren und Hitzewellen betroffen. Der Klimawandel macht Extremwetterereignisse wie diese zum einen intensiver, zum anderen häufiger. Bei einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsverbänden und Unternehmen hatte der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) am Donnerstag in Bonn mehrere Sofortmaßnahmen angekündigt, um Lieferketten auf wichtigen Wasserstraßen wie Rhein, Donau und Elbe aufrechtzuerhalten.