Zeit 24.03.2026
14:27 Uhr

Mediennutzung: Studie sieht Gefahr riskanter KI-Nutzung bei Jugendlichen


Viele Jugendliche entwickeln einer DAK-Studie zufolge emotionale Bindungen zu KI-Chatbots. Ein Drittel der Befragten gab an, die KI verstehe sie besser als ein Mensch.

Mediennutzung: Studie sieht Gefahr riskanter KI-Nutzung bei Jugendlichen
KI-Chatbots wie ChatGPT oder Google-Gemini können bei Kindern und Jugendlichen laut einer Studie der Krankenkasse DAK riskante Formen der Mediennutzung begünstigen. Wie die Krankenkasse in ihrer Studie zu Mediensucht berichtet, nutzen bis zu zehn Prozent der Zehn- bis 17-Jährigen KI-Anwendungen, um sich weniger einsam zu fühlen. Unter Jugendlichen mit depressiven Symptomen liegt der Anteil bei 33 Prozent. Ebenfalls ein Drittel der Befragten gab an, ein Chatbot verstehe sie besser als ein Mensch. Studienleiterin Kerstin Paschke vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) warnte vor besonderen Gefahren, vor allem bei "primär kommerziell motivierten" KI-Chatbots. Weil diese häufig bestätigend reagieren, könnten Minderjährige eine parasoziale Beziehung aufbauen und eine emotionale Bindung zu dem System entwickeln. Dies könne problematische Nutzungsmuster begünstigen, sagte Paschke. KI als Hausaufgabenhilfe Der Erhebung zufolge verwenden mehr als 25 Prozent der Minderjährigen KI-Anwendungen mehrmals pro Woche. Mehr als zwei Drittel vertrauen den Antworten zumindest gelegentlich. Am häufigsten greifen Kinder und Jugendliche auf KI für Hausaufgabenhilfe und zur Informationssuche zurück; mehr als die Hälfte nutzt sie aber auch aus Neugier oder zur Unterhaltung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.