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22.03.2026
12:46 Uhr
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Heute entscheiden die Bürgerinnen und Bürger: Wer wird neuer Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz? Beide in Frage kommenden Kandidaten waren am Vormittag im Wahllokal.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben bis zum Mittag (12 Uhr) rund 50 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Rund 34 Prozent hatten Briefwahl beantragt, weitere rund 16 Prozent gaben in den ersten vier Stunden ihre Stimme an der Urne ab, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Wahlbeteiligung um 12 Uhr bei 49 Prozent gelegen. Allerdings sei ein direkter Vergleich nur eingeschränkt möglich, sagte der Wahlleiter am Morgen: "Damals hatten wegen der Corona-Pandemie bereits 44 Prozent der Stimmberechtigten an der Briefwahl teilgenommen." Rund fünf Prozent hätten bis Mittag gewählt. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung 2021 bei 64,3 Prozent. Schweitzer und Schnieder im Wahllokal Unter denjenigen, die ihre Stimme am Vormittag abgegeben haben, waren auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) und sein Herausforderer von der CDU, Gordon Schnieder. Beide hatten am Vormittag ihre Stimmen abgegeben. Der Regierungschef wählte im Wahllokal in seinem Wohnort Bad Bergzabern (Landkreis Südliche Weinstraße). Schnieder gab im Wahllokal in seinem Wohnort Birresborn in der Vulkaneifel seine Stimme ab. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im Sommer 2024 stellt sich deren Nachfolger Schweitzer erstmals dem Votum der Bürgerinnen und Bürger. Sein Herausforderer ist CDU-Partei- und Fraktionschef Schnieder. Er ist der jüngere Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Die Wahllokale haben seit acht Uhr geöffnet. Wahlberechtigt sind knapp drei Millionen Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren, bis 18 Uhr können sie ihre Stimme abgeben. Bis zum Mittag (12 Uhr) hatten rund die Hälfte 50 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Die Briefwahlstimmen sind dabei eingerechnet, wie der Landeswahlleiter in Mainz mitteilte. CDU liegt in Umfragen leicht vorn Die Wahl entscheidet über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Mainz und damit auch indirekt darüber, ob Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im Amt bestätigt wird. Sein Herausforderer Gordon Schnieder will die CDU nach 35 Jahren wieder in die Staatskanzlei führen . Eine Fortsetzung der Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz ist unwahrscheinlich: Die FDP wird den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde voraussichtlich nicht mehr schaffen. Am wahrscheinlichsten ist eine große Koalition. Die CDU liegt in den Umfragen leicht vor der SPD . In der letzten Umfrage des ZDF-Politbarometers kommt die CDU auf 29 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als die regierenden Sozialdemokraten. SPD-Mann Schweitzer ist jedoch deutlich beliebter als Christdemokrat Schnieder. Die AfD könnte ihr stärkstes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einfahren. Die Grünen werden sich voraussichtlich behaupten. Die Freien Wähler kämpfen – wie die FDP – um den Wiedereinzug in den Landtag, und die Linke hat Chancen, es erstmals zu schaffen.