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29.09.2026
09:56 Uhr
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Bei einer Explosion in der Grenzregion zum Norden sind Offiziere Südkoreas verletzt worden. Die südkoreanische Regierung macht Nordkorea für den Vorfall verantwortlich.

Eine Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea führt zu wachsenden Spannungen zwischen den beiden Ländern. Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin-chul sprach im Parlament in Seoul von einer »klaren Verletzung« des Waffenstillstandsabkommens und kündigte »entsprechende Maßnahmen« an. In der vergangenen Woche hatte der südkoreanische Generalstab mitgeteilt, dass drei Offiziere in der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet durch eine Explosion verletzt worden seien. Einer der Männer verlor einen Fuß. Der Vorfall habe sich südlich der Demarkationslinie ereignet. Explosion in unmittelbarer Nähe zur Demarkationslinie Am Montag hieß es dann aus dem Generalstab, dass man davon ausgehe, dass nordkoreanische Landminen die Explosion ausgelöst hätten. Zwei Landminen seien zehn Meter südlich der Demarkationslinie explodiert. Eine dritte sei entdeckt worden, habe aber nicht ausgelöst. Der South Korea Herald berichtet, dass der Generalstab mitgeteilt habe, es gebe keine Aufzeichnungen über südkoreanische Landminen, die am Ort des Vorfalls verlegt wurden. Im September 2025 seien aber Anzeichen für nordkoreanische Minenverlegungen in der Nähe festgestellt worden. Dem Bericht zufolge fordert Präsident Lee Jae Myung eine schnelle und gründliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem United Nations Command (UNC), das den Waffenstillstand in Korea mit überwacht. Aus der Opposition hatte es demnach zuvor Kritik gegeben, dass die Untersuchung so lange dauere. Wunsch nach Wiedervereinigung im Süden nimmt ab Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand. Beide Länder trennt die etwa vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone. In der Mitte dieses von Minen durchsetzten Streifens verläuft die Demarkationslinie. Es handelt sich um eine der am stärksten befestigten und verminten Grenzen der Welt. Geschätzt 800.000 Landminen sollen sich dort in der Erde befinden. Einige sollen noch aus der Zeit des Krieges stammen. In einer Langzeitumfrage hat die Unterstützung für eine Wiedervereinigung mit Nordkorea in Südkorea in den vergangenen Jahren abgenommen. Aktuell halten das 39 Prozent der befragten Südkoreaner für notwendig oder eher notwendig. Besonders gering ist der Wunsch nach Wiedervereinigung mit 25,2 Prozent bei Südkoreanern in ihren Zwanzigern. Zu Beginn der Umfrage im Jahr 2007 waren noch 63,8 Prozent für die Wiedervereinigung gewesen.