Zeit 18.08.2026
15:41 Uhr

Künstliche Intelligenz: OpenAI führt ChatGPT-Version für Jugendliche ein


Mit »ChatGPT for Teens« will OpenAI Jugendliche besser schützen. Die Kindersicherung aktiviert sich selbst, sobald sie glaubt, mit einem Jugendlichen zu chatten.

Künstliche Intelligenz: OpenAI führt ChatGPT-Version für Jugendliche ein
Der KI-Entwickler OpenAI hat eine spezielle ChatGPT-Version für Jugendliche eingeführt. »ChatGPT for Teens« richte sich an Minderjährige zwischen 13 und 17 Jahren und bietet erweiterte Sicherheitsfunktionen sowie Kontrollmöglichkeiten für Eltern, teilte das Unternehmen mit. Die Version ​aktiviere sich automatisch, wenn das Alter ⁠eines Nutzers auf unter 18 Jahre ​geschätzt werde oder dieser sein Alter mit 13 bis 17 Jahren angebe, ‌teilte ⁠das Unternehmen mit. Eltern könnten ​Konten verknüpfen, Ruhezeiten festlegen und Benachrichtigungen in Risikosituationen erhalten, etwa bei Anzeichen von Essstörungen. Zudem biete die ​Software Lernhilfen wie einen Lernmodus, Erinnerungen an Hausaufgaben und Quizze. Die meisten Schutzmaßnahmen der neuen Version gab es für Konten Minderjähriger bislang schon, wie etwa Einschränkungen bei Themen wie Selbstverletzung, Gewalt, Essstörungen und Sexualität. Neu sind unter anderem häufigere Pausen-Erinnerungen sowie ein Lernmodus, der mit leitenden Fragen statt direkten Antworten reagiert, »um Jugendlichen zu helfen, den Stoff zu verstehen«, wie OpenAI mitteilte. Einige Einstellungen wie der Sprachmodus sind nicht verfügbar. Künstliche Intelligenz solle Bildungschancen erweitern, teilte OpenAI mit. Die neue Version sei darauf ausgelegt, Jugendliche außerhalb der Schule zu unterstützen und sie in einen aktiven Lernprozess einzubinden. »Nicht jeder Schüler hat zu Hause jemanden, ⁠der helfen kann, ​wenn er nicht weiterkommt oder Fragen zu den Hausaufgaben hat«, ‌zitierte das Unternehmen in seinem Firmenblog ‌eine Lehrerin aus Flordia. »Mit den richtigen Schutzvorkehrungen kann ​KI helfen , diese Lücke zu schließen.« Wachsende Kritik an KI-Chatbots Technologieplattformen stehen wegen der Risiken von KI-Chatbots zunehmend in der Kritik. Da ​die Programme immer menschenähnlicher reagieren, nutzen einige Anwender sie als Vertraute oder als emotionale Stütze. Experten warnen jedoch vor den Gefahren, wenn automatisierte ‌Systeme zur psychologischen Beratung herangezogen werden. Familien, deren ​Angehörige mutmaßlich nach Interaktionen mit Chatbots starben, hatten fehlende Schutzmaßnahmen bemängelt. Auch ⁠OpenAI sieht ​sich mit mehreren Klagen konfrontiert, ‌in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, ChatGPT habe Kindern geschadet. Das mit 852 Milliarden Dollar ‌bewertete Start-Up bereitet sich derzeit auf einen rekordverdächtigen Börsengang vor. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.