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24.03.2026
19:08 Uhr
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Einen Monat zu früh und ungewöhnlich stark hat in Kenia die Regenzeit begonnen. Im Westen des Landes wurden ganze Städte überschwemmt. Mindestens 88 Menschen starben.

Nach heftigen Regenfällen in Kenia sind nach Angaben des kenianischen Innenministeriums mindestens 88 Menschen gestorben. Mehr als 34.000 Menschen mussten demnach bereits vor den Wassermassen fliehen. Die alljährliche Regenzeit, die üblicherweise in der zweiten Märzhälfte beginnt, setzte in diesem Jahr einen Monat früher und ungewöhnlich stark ein. Im Großraum Nairobi sowie in Westkenia überschwemmten die Wassermassen ganze Städte. Einige Fußgänger und Autofahrer ertranken, andere erlitten tödliche Stromschläge durch offen liegende oder abgerissene Kabel. Der Fluss Nyando trat über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Straßen in der Umgebung von Kisumu, der drittgrößten Stadt des Landes. Im Westen überschwemmte der Fluss Tana Felder. In Nairobi hatten die Behörden am Wochenende die Bewohner tiefergelegener Stadtteile zum Verlassen ihrer Häuser und Wohnungen aufgefordert, da ein Bruch des Flussdeichs befürchtet wurde. Eine Mädchenschule mit rund 900 Schülerinnen werde evakuiert. Mindestens 21 Bezirke sind von dem Hochwasser betroffen. Die Behörden warnten, dass sich die Lage in den kommenden Tagen bei anhaltenden Starkregenfällen weiter verschärfen könnte. Infolge des Klimawandels häufen sich Extremwetterereignisse auch in Kenia. Während sich die Menschen im Westen und in der dicht bevölkerten Hauptstadt Nairobi vor Sturzregen sorgen, leidet der Norden des Landes seit Monaten unter Dürre.