Zeit 26.03.2026
19:15 Uhr

Junge AfD-Wähler: "Ich kann verstehen, dass junge Menschen sich verarscht fühlen"


Jung, enttäuscht, wählt AfD: Ist es wirklich so einfach? Jugendforscher Simon Schnetzer über den Frust junger Menschen – und warum die AfD davon profitiert.

Junge AfD-Wähler:
Hätten nur junge Menschen in Rheinland-Pfalz gewählt, wäre die AfD stärkste Kraft geworden : 21 Prozent der unter 25-Jährigen gaben der AfD ihre Stimme. Und Rheinland-Pfalz ist kein Ausreißer. Auch bei Europa- und Bundestagswahlen sowie mehreren Landtagswahlen zeigt sich seit Jahren ein Trend: Junge Wählerinnen und Wähler orientieren sich stärker an den politischen Rändern – zur Linken, aber eben auch zur AfD. Was treibt junge Menschen in Richtung einer Partei, die in Teilen als rechtsextrem gilt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird? Die Gründe sind vielfältig: Viele sind frustriert vom politischen System und haben das Gefühl, dass ihre Probleme nicht ernst genommen werden. Dazu kommen Zukunftssorgen: bezahlbares Wohnen, unsichere Jobs, steigende Kosten. Und rechte Positionen wirken für manche inzwischen weniger tabu, weil sie in Debatten und im Alltag öfter auftauchen. Außerdem spielt Social Media eine große Rolle . Viele informieren sich dort über Politik. Die AfD ist online besonders präsent und setzt auf kurze, zugespitzte, emotionale Botschaften – damit erreicht sie zahlreiche junge Menschen . Wie passt das alles zusammen – und was sagt die Forschung dazu? Darüber spricht Hannah Grünewald in der 133. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Simon Schnetzer, Jugendforscher und Co-Autor der neu veröffentlichten Trendstudie Jugend in Deutschland 2026 . Die Studie legt nahe: Viele junge Menschen fühlen sich in ihrer Lebensrealität übersehen und verlieren Vertrauen in Parteien und politische Prozesse. Woher kommt dieser Frust, und was müsste sich ändern, damit junge Menschen sich wieder vertreten fühlen? Mehr dazu in dieser Folge unseres Videopodcasts. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify . Redaktionsleitung & Moderation: Hannah Grünewald Postproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias Giordano Redaktion & Produktion: Ina Rotter, Julian Claudi, Matthias Giordano, Fish & Clips Studentische Unterstützung: Carla Moritz Redaktionelle Mitarbeit: Soley Künne Ressortleitung Video: Max Boenke und Claudia Bracholdt Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin