Zeit 23.03.2026
15:37 Uhr

Irankrieg: Trump verlängert Ultimatum zu Angriffen auf Irans Energieanlagen


Die USA verhandeln laut Trump mit einem "respektierten" Vertreter des Iran über einen "Deal". Die iranische Seite dementiert, dass es Gespräche mit den Amerikanern gibt.

Irankrieg: Trump verlängert Ultimatum zu Angriffen auf Irans Energieanlagen
US-Präsident Donald Trump hat seinem Verteidigungsministerium angeordnet, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Er begründete das in einem Post auf seiner Onlineplattform mit "sehr guten und produktiven Gesprächen über eine vollständige Beilegung unserer Feindseligkeiten im Nahen Osten", die die USA und der Iran in den vergangenen zwei Tagen geführt hätten. Vor Journalisten sagte Trump, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntag Gespräche mit einem "respektierten" Vertreter des Iran geführt hätten. An diesem Montag gebe es weitere Gespräche. Wer dieser Vertreter ist, sagte Trump nicht. Es handle sich aber nicht um den neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei. Trump stellte einen "Deal" in Aussicht, den es bei einem positiven Verlauf der Gespräche sehr bald geben werde. Insgesamt sei man sich in 15 Punkten einig. Es werde eine "sehr ernsthafte Form eines Regimewechsels" geben, fügte er hinzu. Der US-Präsident hatte dem Iran zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht , sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Diese Frist wäre in der deutschen Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Der Iran drohte daraufhin mit der vollständigen Schließung der Meerenge für den Fall von US-Angriffen. Iran dementiert Gespräche mit den USA Der Iran dementierte, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe. "Die Äußerungen des US-Präsidenten sind Teil der Bemühungen, die Energiepreise zu senken und Zeit für die Umsetzung seiner militärischen Pläne zu gewinnen", hieß es in der staatlichen Zeitung Iran unter Berufung auf das iranische Außenministerium. "Zwar gab es Initiativen von Ländern der Region zur Deeskalation der Spannungen, doch die Antwort des Irans war eindeutig: Er hat den Krieg nicht begonnen, und alle derartigen Forderungen sollten an Washington gerichtet werden." Die Agentur Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Tasnim schrieb, Trump habe sich "vom Druck der Finanzmärkte" überzeugen lassen. Der Iran werde die Verteidigung fortsetzen, "bis die notwendige Abschreckung erreicht ist". Unmittelbar nach Trumps Ankündigung, das Ultimatum zu verlängern, sank der Ölpreis um mehr als zehn Prozent. Die europäischen Börsen reagierten mit deutlichen Kursgewinnen. Der deutsche Aktienindex machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und legte um mehr als ein Prozent zu. Alle aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Irankrieg finden Sie in unserem Liveblog .