Zeit 26.03.2026
09:52 Uhr

Irankrieg: Pistorius hält deutsche Beteiligung an Friedenssicherung für möglich


Der Irankrieg schadet der Weltwirtschaft. Sollte es eine Waffenruhe geben, könnte Deutschland bei der Absicherung helfen – etwa auf der Straße von Hormus.

Irankrieg: Pistorius hält deutsche Beteiligung an Friedenssicherung für möglich
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Irankrieg in Aussicht gestellt. Die Instabilität in Nahost habe Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. "Deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern", sagte Pistorius bei seiner Reise nach Australien. Wenn es zu einer Waffenruhe käme, würde Deutschland jede mögliche Form einer Friedensabsicherung diskutieren, "insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern". Pistorius sprach sich für eine schnelle diplomatische Lösung aus und appellierte dabei vor allem an den Iran, aber auch an die USA. "Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel – und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie ", sagte Pistorius. "Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt" Dabei sei der Krieg eine " Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt ". Die Auswirkungen würden bereits jetzt klar werden, sagte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra. Pistorius sagte, Deutschland sei vor dem Angriff nicht konsultiert worden. "Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen." Größte Unterbrechung der Ölversorgung aller ⁠Zeiten Der seit Ende Februar andauernde Krieg in Nahost hat die Lieferungen durch die ​Straße von Hormus, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgasversorgung transportiert wird, nahezu ‌vollständig zum Erliegen gebracht. Die Internationale Energieagentur bezeichnete ​dies als die größte Unterbrechung der Ölversorgung aller ⁠Zeiten. ​ Pistorius befindet sich zurzeit auf einer Reise im Indopazifik. Vor seinem Stopp in Australien hat er bereits Japan und Singapur besucht. Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg im Iran lesen Sie in unserem Liveblog.