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25.03.2026
09:31 Uhr
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Laut Statistischem Bundesamt sind die Immobilienpreise in Deutschland zuletzt gestiegen. Prognosen zufolge soll der Trend auch in den kommenden Jahren anhalten.

Im Jahr 2025 sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland nach zwei Jahren erstmals wieder gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach kosteten Wohnimmobilien 2025 durchschnittlich 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Preise 2022 noch um 6,1 Prozent gestiegen waren, hatten steigende Zinsen, teure Materialien und höhere Lebenshaltungskosten den jahrelangen Boom am Immobilienmarkt in den Jahren darauf zunächst beendet. Dadurch sanken die Preise im Jahr 2023 um 8,4 Prozent und 2024 um 1,5 Prozent. Preise in allen Regionen gegenüber Vorjahresquartal gestiegen In dünn besiedelten ländlichen Kreisen zahlten Käuferinnen und Käufer für Eigentumswohnungen 2025 zuletzt 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, in kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen stiegen die Preise um 4,8 Prozent. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) stiegen die Preise um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in den Metropolen um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Am stärksten betroffen vom Preisanstieg der Ein- und Zweifamilienhäuser waren im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahresquartal mit 3,2 Prozent die dünn besiedelten Kreise und mit 3,1 Prozent die kreisfreien Großstädte. Preise sinken im Vergleich zum Vorquartal teilweise Das Statistische Bundesamt berechnet den sogenannten Häuserpreisindex quartalsweise. Während die Wohnimmobilienpreise in allen Regionen Deutschlands im 4. Quartal 2025 im Durchschnitt mehr als im Vorjahresquartal kosteten, zeigt der Vergleich mit dem Vorquartal ein gemischteres Bild: Gegenüber dem 3. Quartal 2025 sanken die Preise für Eigentumswohnungen in deutschen Metropolen beispielsweise um 1,6 Prozent und in kreisfreien Großstädten um 0,1 Prozent. In den dünn besiedelten ländlichen Kreisen dagegen stiegen die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen um 2,6 Prozent. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sanken gegenüber dem Vorquartal in den kreisfreien Städten um 1,5 Prozent, in den dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 0,3 Prozent. In den Metropolen waren Ein- und Zweifamilienhäuser hingegen zuletzt 0,9 Prozent teurer als im 3. Quartal 2025. Der grundsätzliche Trend zur Preissteigerung dürfte sich Prognosen zufolge in den kommenden Jahren fortsetzen. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Immobilienanalysten etwa sollen sich die Preise schon in diesem Jahr voraussichtlich um 3,3 Prozent verteuern . Für die Jahre 2027 und 2028 wird demnach ein Plus von jeweils drei Prozent erwartet.