Zeit 15.08.2026
10:55 Uhr

Hürtgenwald: Feuerwehr »sehr zufrieden« mit Brandbekämpfung in der Eifel


Der Waldbrand im Hürtgenwald hat sich nicht weiter ausgebreitet. Sorge machen den Einsatzkräften allerdings frischer Wind – und Weltkriegsmunition im Brandgebiet.

Hürtgenwald: Feuerwehr »sehr zufrieden« mit Brandbekämpfung in der Eifel
Die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen hat sich mit den Fortschritten bei der Brandbekämpfung im Hürtgenwald in der Eifel »sehr zufrieden« gezeigt. Der Waldbrand habe sich nach Behördenangaben in der Nacht nicht weiter ausgebreitet, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen der Nachrichtenagentur dpa. Sorgen bereitet den Einsatzkräften allerdings der Wind: Frische Böen könnten die Löscharbeiten im Laufe des Tages doch noch ein wenig erschweren. Es gelte aber: »Grundsätzlich starten wir sehr positiv in den Tag«, sagte Berndgen. Zur Mittagszeit sollen voraussichtlich zehn oder elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz sein, wie Berndgen weiter sagte. Insgesamt stünden Maschinen der Bundespolizei, der Landespolizei und der Bundeswehr bereit. »Ich denke, da gibt es kaum vergleichbare Lagen, wo so massiv Hubschraubereinsatz stattgefunden hat«, sagte Berndgen. Merz bedankt sich bei allen Helfenden Auch Bundeskanzler Friedrich Merz ließ sich über die Lage informieren. Der Dürener Landrat Ralf Nolten unterrichtete ihn am Morgen telefonisch über den Stand in den Brandgebieten. Merz bedankte sich nach Angaben des Landkreises »ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern«. Bereits am Freitag hatte der Kanzler erklärt, laufend über die Entwicklung informiert zu werden. Bundeswehr und Bundespolizei würden helfen, »wo immer möglich«, sagte Merz. Die Einsatzkräfte wollen nun weiter in Richtung Mitte des Waldbrands vordringen. Darüber hinaus gehe es nun um »Neben-Baustellen«, wie Berndgen sagte. So soll die Wasserversorgung für die Feuerwehr optimiert und Zufahrtsmöglichkeiten zu den Talsperren gebaut werden. Da das betroffene Gebiet auf einer Munitionsverdachtsfläche liegt, müsse besonders vorsichtig vorgegangen werden, sagte der Feuerwehrsprecher. Im Hürtgenwald befinden sich noch zahlreiche Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg . Ortsteil Gey bleibt evakuiert An den Löscharbeiten sind derzeit etwa 1.400 Einsatzkräfte beteiligt. Der geräumte Ortsteil Gey bleibt vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert . In weiten Teilen Deutschlands sind die Einsatzkräfte bei anhaltender Hitze und Trockenheit mit weiteren Wald- und Flächenbränden beschäftigt. Für diesen Samstag werden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gebietsweise Regenfälle erwartet.