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10.08.2026
10:18 Uhr
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Aufgrund des Klimawandels werden Ernteausfälle wahrscheinlicher. Die Landwirtschaft fordert daher stärkere Unterstützung von der Bundesregierung.

Der Deutsche Bauernverband hat angesichts anhaltender Trockenheit, Hitzewellen und voraussichtlich unterdurchschnittlicher Ernten bessere Hilfeleistungen der Politik gefordert. Die landwirtschaftlichen Betriebe bräuchten einen Instrumentenkasten, um sich dem Klimawandel gut anpassen zu können, sagte Generalsekretärin Stefanie Sabet im Morgenecho des Westdeutschen Rundfunk. Die Herausforderungen und Belastungen seien vielfältig, die Bundesregierung müsse stärker unterstützen. Sabet verlangte auch mehr Flexibilität vonseiten der Politik. Sie forderte unter anderem Innovationen in Züchtungen, eine Stärkung des Landschaftswasserhaushaltes und auch des Risikomanagements, um die Betrieb nicht so stark unter Liquiditätsdruck geraten zu lassen. Im Koalitionsvertrag seien viele Dinge vereinbart und es sei »unerklärlich«, warum die Bundesregierung in der aktuell schwierigen Lage »untätig« bleibe. Die Ertragslage sei angespannt, mitunter existenzbedrohend. Bauern fordern Aufstockung des EU-Programms für Düngemittel Eine konkrete gebotene Hilfe wäre aus Sicht des Bauernverbands, wenn ein EU-Hilfsprogramm für Düngemittelversorgung mit nationalen Mitteln aufgestockt würde. Das passiere bereits so in anderen EU-Ländern. Westeuropa erlebte in diesem Jahr den heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen . Die ersten beiden Sommermonate waren von Hitzewellen, Trockenheit und Waldbränden geprägt. Der Klimawandel macht Extremwetterereignisse wie diese intensiver und wahrscheinlicher. Europa ist der sich weltweit am schnellsten erwärmende Kontinent. Deutschland will seine Emissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Mit ihrer derzeitigen Politik verfehlt die Bundesregierung diese Vorgaben jedoch deutlich . Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, müsste die Weltbevölkerung ab 2050 klimaneutral leben.