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08.10.2026
22:11 Uhr
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Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat sich gegen eine Koalition seiner Partei mit Gr\u00fcnen und Linken in Berlin ausgesprochen. \u00abIch hoffe, dass diese rot-rot-gr\u00fcne Koalition nicht zustande kommt\u00bb, sagte der fr\u00fchere Bundesgesundheitsminister im \u00abSpiegel-Spitzengespr\u00e4ch\u00bb. Er begr\u00fcndete dies mit dem Antisemitismusvorwurf gegen die Linke. Dieser wiege f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich besonders schwer. Auf die Frage, ob er den Vorwurf f\u00fcr gerechtfertigt halte, sagte Lauterbach: \u00abDen halte ich, was die Linke in Neuk\u00f6lln angeht, f\u00fcr gerechtfertigt.\u00bb Zugleich warnte Lauterbach davor, die Linke mit der AfD gleichzusetzen. Die Linkspartei sei weder in Berlin noch auf Bundesebene gesichert verfassungsfeindlich. Das sei bei der AfD anders. Eine gesichert verfassungsfeindliche Partei, die innerhalb der Demokratie die Demokratie \u00fcberwinden wolle, sei eine \u00abganz andere Geschichte\u00bb als eine Partei, die enteignen wolle. Deshalb d\u00fcrfe man beide Parteien nicht als \u00abBr\u00fcder im Geiste\u00bb bezeichnen. Lauterbach betonte, seine pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung sei nicht als Vorgabe f\u00fcr die Berliner SPD zu verstehen. Die Entscheidung m\u00fcsse vor Ort getroffen werden, da die dort Verantwortlichen n\u00e4her an den laufenden Gespr\u00e4chen seien. Er verwies darauf, dass vor Beginn der Sondierungen von Linken, Gr\u00fcne und SPD Vereinbarungen getroffen worden seien, die das Antisemitismusproblem klar adressierten. \u00abVielleicht gelingt es ja dort vor Ort, L\u00f6sungen zu finden, so dass ich meine Meinung dann auch noch \u00e4ndere.\u00bb \u00a9 dpa-infocom, dpa:261008-930-811907/1