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07.10.2026
11:58 Uhr
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Der Japaner Kensō Soai und der Franzose Henri Kagan erhalten die höchste wissenschaftliche Auszeichnung. Sie fanden eine Erklärung für die Asymmetrie in der Chemie.

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kensō Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Ihre Erkenntnisse spielten etwa für die Pharmaindustrie eine bedeutende Rolle. Die beiden Wissenschaftler untersuchten, warum einige Moleküle, wie beispielsweise Aminosäuren, in zwei Varianten vorkommen, die spiegelbildlich zueinander sind. Lebende Organismen enthalten jedoch nur eines dieser Spiegelbilder, wie es in der Mitteilung des Nobelkomitees hieß. Wie eine solche chemische Asymmetrie entstanden sein könnte, konnten sich Chemiker lange nicht erklären. Kagan und Soai erhalten den Nobelpreis für die Entdeckung einer Lösung. Preisgeld liegt bei einer Million Euro Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet rund einer Million Euro. Die Nobelstiftung hatte das Preisgeld wegen des 125. Bestehen des Nobelpreises angehoben. Bereits am Montag wurden die Preisträger des Medizinnobelpreises bekannt gegeben: Es sind die beiden deutschen Forscher Peter Hegemann und Georg Nagel sowie der US-Amerikaner Karl Deisseroth . Sie entwickelten die Optogenetik, eine Methode, mit der sich zeigen lässt, wie Nervenzellen im lebenden Gehirn Erinnerungen, Gefühle und Verhaltensweisen formen, teilte das Nobelkomitee mit. Am Dienstag folgte der Physiknobelpreis, der an den belgisch-amerikanischen Elementarteilchenforscher Francis Halzen geht. Die Nobelpreise gehen auf den Dynamiterfinder und Preisstifter Alfred Nobel (1833 bis 1896) zurück. Er legte in seinem Testament fest, dass diejenigen mit den Preisen ausgezeichnet werden sollten, die der Menschheit im vergangenen Jahr in den einzelnen Preiskategorien den größten Nutzen erwiesen haben. Die Physik war die erste Kategorie, die Nobel in seinem Testament erwähnte. Der erste Physiknobelpreisträger war 1901 der Deutsche Wilhelm Conrad Röntgen. Er wurde für seine Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen ausgezeichnet.