Zeit 27.03.2026
14:20 Uhr

G7-Gipfel: Außenminister Wadephul fordert "engstes Zusammenstehen" von G7


Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA ist zerrüttet. Wadephul will sich beim G7-Treffen für eine Entspannung der Beziehung einsetzen und besser Zusammenarbeit.

G7-Gipfel: Außenminister Wadephul fordert
Außenminister Johann Wadephul bemüht sich nach der US-Kritik gegen Deutschland und Europa wegen des Iran-Kriegs um eine Entspannung der Beziehungen. "Die Stimmung ist eine Arbeitsatmosphäre. Sie ist ernst, weil die Lage ernst ist", sagte der CDU-Politiker nach ersten Beratungen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio im Kreis der Außenminister der G7-Partner. Wadephul warnte, über den Krieg gegen ⁠Iran nicht den Ukraine-Konflikt ​zu vergessen. Bei der Unterstützung der Ukraine dürften keine Abstriche gemacht werden, sagte Wadephul weiter. "Das würde Putin nur in die Hände spielen." Kriege miteinander verflochten Beide Kriege seien eng miteinander verflochten und "natürlich auch ganz automatisch eine Belastungssituation für unsere Wirtschaft, für unsere Gesellschaften, natürlich auch für unseren Zusammenhalt". Da man sehe, dass Iran und Russland auf das Engste zusammenarbeiteten, müsse man "noch enger zusammenstehen". In einem ersten bilateralen Gespräch mit Rubio am Rande der G7-Beratungen habe er verdeutlichen können, dass es "durchaus eine Bereitschaft Deutschlands gibt, nach Ende der Kampfhandlungen auch eine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus sicherzustellen", sagte Wadephul. Den Austausch über dieses Thema wolle man vertiefen. Rubio nur an Tag 2 anwesend Die Runde hatte zuvor im Beisein von Rubio über die weitere Unterstützung der Ukraine gesprochen. Rubio war in der Nacht zum zweiten und letzten Tag des G7-Treffens angereist. Zur G7-Gruppe gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Über den Iran-Krieg wollte die Runde am Nachmittag sprechen. US-Präsident Donald Trump hat zuvor Deutschland und europäischen Nato-Mitgliedern vorgeworfen, trotz entsprechender Bitten der USA in der für die globale Ölversorgung wichtigen Straße von Hormus untätig geblieben zu sein. Am Vortag hatte Trump die Spitze Deutschlands ("the head of Germany") kritisiert. Die deutsche Position, dass der Krieg im Iran "nicht unser Krieg" sei, fände er unangemessen, der Krieg in der Ukraine sei auch nicht der Krieg der USA und das Land habe dennoch geholfen.