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26.03.2026
16:02 Uhr
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Henning Höne plädiert für einen "personellen Neuanfang", um die FDP wieder auf Kurs zu bringen. Der nordrhein-westfälische Landeschef will für dessen Vorsitz kandidieren.

Der nordrhein-westfälische FDP -Landeschef Henning Höne will für den Bundesvorsitz der Partei kandidieren. Damit fordert er den aktuellen Parteichef Christian Dürr heraus. In einem Video auf X übte der 39-jährige Höne Kritik am aktuellen Zustand der FDP. Die Partei habe Wahlen und Vertrauen verloren. Nach dem Bruch der Ampelregierung in Berlin habe die FDP ein Jahr vertan, um ein neues und modernes Angebot zu etablieren. "Schaffen wir einen personellen Neuanfang", schrieb Höne, der seit 2025 stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender ist. Höne wolle alleine für den Bundesvorsitz antreten, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung : "Mein Angebot ist eines, das ich alleine mache." Zuvor hatte die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann sich für eine FDP-Doppelspitze ausgesprochen und sich selbst bereit erklärt. Nun zog sie ihren Vorschlag zurück und stellte sich hinter Höne. "Seine Kandidatur hat meine volle Unterstützung", schrieb Strack-Zimmermann auf X. Höne sei "ein ebenso junger wie erfahrener Vorsitzender des stärksten FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen". Strack-Zimmermann hatte Höne zuvor als möglichen Partner einer Doppelspitze mit ihr genannt. Nach vielen Gesprächen sei aber nicht davon auszugehen, dass sich die für eine solche Doppelspitze erforderliche Zweidrittelmehrheit in der Partei aktuell finde, schrieb Strack-Zimmermann. Eine Solo-Kandidatur sei aufgrund ihrer Aufgabe als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europaparlament nicht möglich. "Die Entscheidung von Henning Höne ist daher folgerichtig und erfreulich." "Die FDP braucht eine spürbare Strategie" Der bundesweit wenig bekannte Höne sagte in der FAZ , er wolle ein starkes Team einbinden. "Wir brauchen Marie-Agnes Strack-Zimmermann, wir brauchen Wolfgang Kubicki und viele andere." Wer glaube, "ein Wechsel bei Person oder Ton reiche aus, der hat die Lage nicht verstanden", schrieb Höne auf X. "Unser Fundament ist in Gefahr. Die FDP wird aktuell nicht vermisst. Um das zu ändern, brauchen wir einen klaren Kompass." In der FAZ sagte Höne: "Die FDP braucht eine spürbare Strategie und nicht nur einen neuen Anstrich." In der FDP ist nach den Wahlschlappen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine Führungsdebatte entbrannt. Der Bundesvorstand hatte beschlossen, beim Parteitag Ende Mai geschlossen zurückzutreten . Parteichef Dürr kündigte darauf an, wieder zu kandidieren. Höne war nach dem schlechten Ergebnis der FDP bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 und dem Verlust der Regierungsbeteiligung der Liberalen im Januar 2023 zum Landesparteichef gewählt worden. Er ist zudem Vorsitzender der Landtagsfraktion. Auch in NRW muss die FDP Umfragen zufolge um ihren Wiedereinzug in den Landtag bei der Landtagswahl im April 2027 bangen. Bei der NRW-Wahl 2022 hatten die Freidemokraten ihr Ergebnis auf 5,9 Prozent halbiert und die damalige Regierungsbeteiligung eingebüßt.