Zeit 13.08.2026
22:53 Uhr

Erdbeben in Kolumbien: Mehr als 72 Stunden seit Erdbeben vergangen, Zahl der Toten steigt


In Kolumbien sinkt am dritten Tag nach dem Erdbeben die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Bisher haben die Behörden mehr als 270 Tote bestätigt.

Erdbeben in Kolumbien: Mehr als 72 Stunden seit Erdbeben vergangen, Zahl der Toten steigt
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der bestätigten Toten nach Angaben der Behörden auf mindestens 273 gestiegen. David Santiago Tamayo, Direktor der nationalen Katastrophenschutzbehörde, teilte mit, mehr als 3.800 Menschen seien verletzt worden. Zudem seien fast 12.600 Häuser zerstört und mehr als 74.800 weitere beschädigt worden. Bei der verzweifelten Suche nach Überlebenden baten Rettungskräfte am Donnerstag immer wieder um Stille, um Lebenszeichen hören zu können. Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 vom Montag befanden sie sich zusehends in einem Wettlauf gegen die Zeit: Hilfsorganisationen betrachten die ersten 48 bis 72 Stunden nach einem Erdbeben als entscheidende Phase, um Opfer noch lebend bergen zu können. Das 72-Stunden-Fenster ist inzwischen geschlossen. Allerdings können Verschüttete, die Zugang zu Wasser oder Lebensmitteln haben, länger überleben. Latin-Stars geben Benefizkonzert Zahlreiche Stars der lateinamerikanischen Musik wollen bei einem Benefizkonzert Geld für die Betroffenen der schweren Erdbeben in Kolumbien und Venezuela sammeln. Bei der Veranstaltung am Sonntag in Miami treten unter anderem Marc Anthony, Luis Fonsi, Chayanne, Feid und Jay Wheeler auf. Das Konzert soll auch live übertragen werden. Die Einnahmen aus Ticketverkäufen und Online-Spenden sollen sowohl für akute als auch für längerfristige Hilfen verwendet werden. Geplant sind unter anderem der Wiederaufbau von Häusern sowie die Reparatur von Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen. Ursprünglich sollte das Konzert ausschließlich den Betroffenen der schweren Erdbeben in Venezuela zugutekommen. Am 24. Juni hatten zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden des Landes im Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. Mindestens 6.300 Menschen starben . Nachdem am Montag auch der Westen Kolumbiens von einem Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert worden war, nahmen die Veranstalter das Nachbarland in die Hilfsaktion auf.