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28.03.2026
00:18 Uhr
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Deutschland will bis 2038 aus der Kohle aussteigen. Der Bundeskanzler hält den Zeitplan für "unrealistisch". Eine baldige Rückkehr zur Atomkraft schließt er aus.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Zeitplan für den Kohleausstieg in Deutschland infrage gestellt. "Wir werden möglicherweise laufende Kohlekraftwerke länger am Netz lassen müssen", sagte Merz mit Blick auf die Energiekrise bei einem Kongress der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Frankfurt. Deutschland will ursprünglich bis 2038 aus der Kohle aussteigen. "Ich bin nicht bereit, den Kern unserer Energieversorgung aufs Spiel zu setzen, bloß weil wir da vor Jahren Ausstiegsdaten beschlossen haben, die unrealistisch sind", sagte Merz. Es sei wichtig, die Energiepolitik "vom Kopf auf die Füße zu stellen". Merz bekannte sich zugleich zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Diese müssten aber durch neue Gaskraftwerke ergänzt werden. Eine Rückkehr zur Atomkraft schloss der Kanzler für die nahe Zukunft aus. Langfristig setzt Merz laut eigener Aussage große Hoffnungen in den Bau von Kernfusionsreaktoren in Deutschland. Außerdem könne er sich vorstellen, dass sich Deutschland an der Forschung für kleine modulare Kernreaktoren beteilige. Deutschland ist derzeit auf Kurs, seine Klimaziele klar zu verfehlen . Erst in dieser Woche hat die Bundesregierung ihr neues Klimaschutzprogramm auf Vorschlag von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) beschlossen. Schneider hatte zuletzt einen schnelleren Ausbau der Windenergie angekündigt und der Rückkehr zur Atomkraft eine Absage erteilt. Auch der Bau kleiner Atomreaktoren sei nicht geplant, sagte er .