Zeit 12.08.2026
16:20 Uhr

Deutsche Bahn: Bahn bietet wegen Niedrigwasser mehr Güterzüge zum Transport an


Ein Güterzug ersetze bis zu zehn Binnenschiffe, schreibt die DB Cargo. Das Unternehmen bietet kurzfristig 400 Güterwagen an, um Ausfälle wegen der Dürre zu kompensieren.

Deutsche Bahn: Bahn bietet wegen Niedrigwasser mehr Güterzüge zum Transport an
Die Deutsche Bahn hat wegen des stockenden Schiffsverkehrs zusätzliche Transportunterstützung auf der Schiene angeboten. Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo könnte sofort etwa 400 Güterwagen zusätzlich zur Verfügung stellen, sagte DB-Cargo-Vorstandschef Bernhard Osburg bei einem Treffen im Bundesverkehrsministerium. Wegen der Dürre in Deutschland sind Versorgungswege etwa über den Rhein kaum nutzbar. Zudem bot DB Cargo an, in den kommenden Monaten bis zu 500 weitere Güterwagen zum möglichen Transport bereitzustellen. Dafür müsse aber die Finanzierung geklärt werden. Kurzfristig seien mit Güterzügen bis zu 100 Binnenschiffe zu ersetzen, langfristig rund 200. Ein einziger Güterzug könne bis zu zehn Binnenschiffe ersetzen, weil er schneller von A nach B komme. Wegen der aufgrund des Klimawandels besonders ausgeprägten Dürre in Deutschland ist der Wasserstand wichtiger Binnengewässer wie dem Rhein und der Donau gesunken . Vor allem der historisch niedrige Wasserstand des Rheins behindert die Binnenschifffahrt und zwingt Unternehmen, von dem Transport auf dem Wasser zum Transport über Land zu wechseln. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) kündigte deshalb eine Förderung des Transports auf dem Landweg an . In mehreren Bundesländern wurde deshalb bereits das Sonntagsfahrverbot für Lastkrafttransporte (Lkw) gelockert, so etwa in Berlin, Brandenburg und Thüringen . Der Gütertransport darf damit bis zum 31. August auch an Sonntagen auf den Landweg umgelegt werden. Linke und Grüne kritisierten die kurzfristig gedachten Maßnahmen und forderten stattdessen, die Binnenschifffahrt mehr zu unterstützen und kurzfristig zusätzliche Kapazitäten auf den Schienen zu schaffen . Auch die Spritpreise stiegen zuletzt wegen der Engpässe .