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26.03.2026
00:07 Uhr
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Eigentlich wollte Collien Fernandes in Hamburg auf einer Demo für Opfer sexualisierter Gewalt sprechen. Wegen "ernsthafter Sicherheitsbedenken" hat sie abgesagt.

Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat ihre Teilnahme an einer Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt in Hamburg wegen mutmaßlicher Morddrohungen abgesagt. "Eigentlich plante ich dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken , aufgrund von Morddrohungen gegen mich", schrieb Fernandes auf der Plattform Instagram. "Ist das Eure Art, liebe Frauenhasser, damit umzugehen? Wie sollen denn Frauen künftig den Mut haben, aufzubegehren, wenn das Eure Antwort ist – man so mundtot gemacht wird?", fügte sie hinzu. Bei der Demonstration am Donnerstag in Hamburg werden Tausende Menschen erwartet. Nach Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Veranstaltung auf dem Rathausmarkt angemeldet. Am vergangenen Sonntag waren bereits in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen . In Hannover demonstrierten an diesem Mittwoch nach Angaben der Veranstalter mehr als 2.000 Menschen gegen sexualisierte Gewalt. Als eine Rednerin stand die Grünenpolitikerin Ricarda Lang auf der Bühne. Sie berichtete, auch schon selbst Opfer von KI-generierten Pornos im Internet geworden zu sein. "Wir brauchen jetzt eine Änderung der Gesetzeslage, um alle diese Frauen zu schützen", forderte Lang. Deutschland dürfe nicht länger ein "Täterparadies" sein. Das Thema bekommt aktuell mehr Aufmerksamkeit, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes am Donnerstag Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen publik gemacht hatte. Sie wirft ihm langjährige sexualisierte Gewalt vor. Ulmen bestreitet die Vorwürfe. In den vergangenen Tagen wurden Stimmen laut, Frauen durch die Gesetzgebung stärker vor sexualisierter Gewalt im digitalen Raum zu schützen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bereitet ein Gesetz vor , das unter anderem das Erstellen und Verbreiten sogenannter sexualisierter Deepfakes unter Strafe stellen soll. Deepfake-Videos sind mithilfe von künstlicher Intelligenz gefälschte Videos, die täuschend echt wirken. Sie können Ausschnitte mit realen Personen enthalten, die jedoch nie so stattfanden, sondern künstlich erzeugt wurden.