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09.10.2026
07:55 Uhr
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Ein Rekrut der Bundeswehr ist wenige Tage nach Dienstantritt bei den Mittenwalder Gebirgsj\u00e4gern im Zuge einer Sportausbildung zusammengebrochen und gestorben. Das teilte die Bundeswehr mit. Der 23 Jahre alte Mann habe einen Schw\u00e4cheanfall erlitten. Er war der Mitteilung zufolge sofort von sanit\u00e4tsdienstlich qualifizierten Ausbildern erstversorgt und \u00fcberwacht worden. Anschlie\u00dfend sei er in das Sanit\u00e4tszentrum der Mittenwalder Edelwei\u00df-Kaserne gebracht und dort reanimiert worden. Danach sei er in ein ziviles Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen gekommen. Dort sei er in Anwesenheit von Familienangeh\u00f6rigen gestorben. Fordernde Ausbildung Die Ausbildung bei den Gebirgsj\u00e4gern gilt als k\u00f6rperlich besonders anspruchsvoll, h\u00e4ufig haben Rekruten den h\u00f6chstm\u00f6glichen Tauglichkeitsgrad T1. \u00abDer Vorfall wird mit allem Nachdruck und in enger Zusammenarbeit mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden untersucht\u00bb, hie\u00df es in der Mitteilung der Bundeswehr-Gebirgsj\u00e4gerbrigade 23. Das psychosoziale Netzwerk der Bundeswehr stehe den Angeh\u00f6rigen sowie den betroffenen Soldatinnen und Soldaten zur Unterst\u00fctzung zur Verf\u00fcgung. Schlagzeilen \u00fcber \u00abFuxtests\u00bb Die Edelwei\u00df-Kaserne war in den vergangenen Jahren wiederholt negativ in die Schlagzeilen geraten. 2010 war bekanntgeworden, dass Rekruten bei ihrer Aufnahme teils ekelerregende und erniedrigende Aufnahmerituale absolvieren mussten, sogenannte Fuxtests. Unter anderem kursierten Berichte, wonach junge Soldaten zum Verzehr roher Schweineleber und zum Trinken von Alkohol bis zum Erbrechen gen\u00f6tigt worden waren. Die Bundeswehr tauschte daraufhin die F\u00fchrung des Hochgebirgsj\u00e4gerzuges komplett aus. 2006 waren Mittenwalder Gebirgsj\u00e4ger in die Kritik geraten, als nach einem Einsatz in Afghanistan Fotos aufgetaucht waren, die Soldaten posierend mit menschlichen Gebeinen zeigten. \u00a9 dpa-infocom, dpa:261009-930-812881/1