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10.08.2026
14:31 Uhr
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Alexander Dobrindt möchte die Drohnenabwehr der Bundespolizei auf 300 Kräfte vergrößern. Hintergrund ist der mutmaßliche Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle.

Als Reaktion auf den mutmaßlichen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Drohnenabwehr der Bundespolizei deutlich ausbauen. Eine Weisung des Ministers an die Behörde sehe vor, die Einheit auf 300 Kräfte anwachsen zu lassen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Statt vier Standorten seien nunmehr acht Standorte geplant, »um schnell und flexibel bei Bedarf vor Ort zu sein«. Dobrindt hatte das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum im vergangenen Dezember in Dienst gestellt , um unbemannte Luftfahrzeuge aufzuspüren, abzufangen und gegebenenfalls auch abzuschießen. Die neue Einheit werde in der Anfangsphase aus rund 60 Bundespolizisten bestehen und solle rasch auf 130 Spezialkräfte anwachsen, hieß es im Dezember. Wie viele Bundespolizistinnen und -polizisten der Einheit aktuell angehören, konnte die Sprecherin nicht sagen. Günther bringt Bundeswehreinsatz an deutschen Flughäfen ins Spiel Die Sprecherin bestätigte außerdem Medienberichte über die Errichtung eines neuen Technologiezentrums für Drohnensicherheit . Dieses werde in der kommenden Woche am Standort Kochstedt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet. In sogenannten Reallaboren sollten dort innovative Technologien zur Drohnensicherheit erforscht, entwickelt und erprobt werden. Hintergrund der Entscheidungen ist der mutmaßliche Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle aus der vergangenen Woche. In der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeuges wurde dort eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Mehrere Politiker hatten zuletzt Gesetzesänderungen für eine effektivere Abwehr der Bedrohung durch Drohnen ins Spiel gebracht. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) forderte etwa den Einsatz von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an Flughäfen . Man müsse »auch über eine Änderung des Grundgesetzes sprechen«, sagte er im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung verweist ihrerseits auf bereits umgesetzte Änderungen, etwa im Luftsicherheitsgesetz. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte, bei der Drohnenabwehr sehe sich die Bundesregierung, was die rechtliche Lage angehe, gut aufgestellt.