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01.10.2026
08:32 Uhr
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BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ist ab heute nicht mehr namensgebend für ihre Partei. Die Umbenennung war für die Zeit nach den jüngsten Landtagswahlen angesetzt.

Das ehemalige Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat seine angekündigte Namensänderung vollzogen. Der Name der ehemaligen Linkenpolitikerin und Parteigründerin verschwindet damit aus der Bezeichnung der Partei, die sich nun offiziell als Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft bezeichnet – weiterhin mit dem Kürzel BSW. »Die Älteren werden sich erinnern: ›Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.‹ Ganz ähnlich ist es beim BSW«, teilte die Partei mit. »Wir haben den Namen und die Popularität unserer Parteigründerin genutzt, um unser politisches Profil herauszustellen und als neue Kraft im Parteien-Dschungel erkennbar zu sein«, sagte Generalsekretär Oliver Ruhnert. »Mittlerweile hat sich die Abkürzung BSW aber etabliert.« Der Wechsel war bereits im Dezember 2025 angekündigt worden. Die Partei hatte damals beschlossen, bei den Landtagswahlen in diesem Jahr noch als Bündnis Sahra Wagenknecht anzutreten. Die nächsten Wahlen sind für April 2027 angesetzt: in Schleswig-Holstein, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen. Koalitionen mit CDU und SPD gescheitert, Gespräche mit der AfD Wagenknecht hatte das BSW 2023 als Verein und Anfang 2024 als Partei gegründet. Inzwischen wird das BSW von den ehemaligen Linkenpolitikern Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali geführt, dennoch gilt Wagenknechts Einfluss als hoch. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte die Partei, die gesellschaftlich konservative, wirtschaftlich linke und außenpolitisch natoskeptische Positionen miteinander zu verbinden versucht, knapp an der Fünfprozenthürde. In mehreren Bundesländern regierte das BSW zeitweise in Koalitionen mit CDU und SPD. Vor allem auf den Landesverband Thüringen übte Wagenknecht in den vergangenen Monaten starken Druck aus, die dortige CDU-geführte Regierung zu verlassen. Anfang September löste sich die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen auf, um die von Wagenknecht kritisierte Koalition unabhängig von der Bundespartei weiterführen zu können. Die Parteigründerin sprach sich sowohl dort als auch in weiteren Bundesländern für überparteiliche Regierungen aus, die mit wechselnden Mehrheiten regieren müssten – damit allerdings erheblich von der AfD abhängig werden könnten. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die vom Verfassungsschutz als »gesichert rechtsextrem« eingestufte AfD eine absolute Mehrheit knapp verpasste, ist das BSW die einzige Partei, die Gespräche mit der AfD führt .