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28.03.2026
08:57 Uhr
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In der Nacht wurde der Wal in der Ostsee nicht mehr gesichtet. Er hatte sich von einer Sandbank befreit. Helfer und Polizei suchen mit mehreren Booten nach dem Tier.

In der Ostsee suchen Tierschützer weiter nach dem Buckelwal, der Anfang der Woche in Schleswig-Holstein gestrandet war. Nachdem sich das Tier am Freitag von einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand befreit hatte , sind in der Nacht keine neuen Sichtungen gemeldet worden. Die Suche solle bald wieder aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar an diesem Samstagmorgen. Das Tier sei wahrscheinlich in der westlichen Ostsee unterwegs. Auch den Kollegen in Travemünde, mit denen man in Kontakt stehe, seien keine Sichtungen bekannt. Eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sagte: "Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung." Man habe seit dem Freitagnachmittag keine Neuigkeiten. Suche läuft an Laut Wasserschutzpolizei soll demnächst das Boot Uecker auslaufen, um gezielt zwischen der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis zur Insel Poel in der Wismarer Bucht zu suchen. Ein weiteres Boot solle im Rahmen der Streifentätigkeit zwischen dem Seegebiet Warnemünde und Kühlungsborn nach dem Meeressäuger Ausschau halten. Tagelang hatten sich zahlreiche Helfer bemüht, das Tier zu befreien. In der Nacht auf Freitag hatte der Wal sich selbst von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne freigeschwommen. Nach wie vor machen sich Experten aber Sorgen um den Meeressäuger, nachdem er zuletzt in Küstennähe geschwommen war. Am Freitag war der Wal laut der Sea-Shepherd-Sprecherin noch vor Warnkenhagen (Nordwestmecklenburg) gesehen worden. Mitglieder der Meeresschutzorganisation sowie von Greenpeace begleiteten ihn mit Schlauchbooten. Nach mehreren Stunden beendeten sie die Beobachtung.