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01.10.2026
09:05 Uhr
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Im ersten Halbjahr ist der Import von Kraftstoffen um ein Viertel eingebrochen. Der Zuwachs bei der heimischen Produktion übersteigt jedoch die ausbleibenden Importe.

Die deutschen Raffinerien haben im ersten Halbjahr ihre Produktion von Kraftstoffen deutlich gesteigert – und den Ausfall von Importen damit kompensieren können. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte , wurden in diesem Zeitraum elf Millionen Tonnen Benzin sowie 15,8 Millionen Tonnen Diesel hergestellt. Das ist ein Plus von 1,8 Prozent bei Motoren- und Flugbenzin und von 9,4 Prozent beim Diesel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zugleich verringerte sich der Import beider Kraftstoffe deutlich. Die Einfuhr von Benzin brach den Angaben zufolge um 23 Prozent auf 525.000 Tonnen ein, die Einfuhr von Diesel um 23,9 Prozent auf 868.000 Tonnen. Zuwachs heimischer Produktion übersteigt Ausfälle beim Import Damit wurden im ersten Halbjahr 157.000 Tonnen Benzin und 262.000 Tonnen Diesel weniger importiert als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs durch die gesteigerte Produktion übersteigt diese Werte jedoch: Bei Benzin entspricht er einer zusätzlichen Produktion von 200.000 Tonnen, beim Diesel sogar von 1,4 Millionen Tonnen. Wegen der hohen Weltmarktpreise infolge des US-israelischen Krieges gegen den Iran fällt die Ersparnis durch den verringerten Import allerdings gering aus. Der Wert des importierten Benzins war mit 479 Millionen Euro nur 2,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die ähnlich stark verringerte Menge importierten Diesels war sogar mit 845 Millionen Euro um 5,8 Prozent teurer. Export deutlich höher als Import Zugleich stieg der Wert der in Deutschland hergestellten Kraftstoffe deutlich stärker als das Produktionsvolumen. Das hierzulande produzierte Benzin hatte einen Wert von 2,9 Milliarden Euro, 16,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Wert des in Deutschland hergestellten Diesels stieg um 42,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro an. Deutlich höher als die Einfuhr beider Kraftstoffe ist deren Export. Im ersten Halbjahr wurden 1,66 Millionen Tonnen Benzin aus Deutschland exportiert, ein Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, beziehungsweise um 60.000 Tonnen. Zugleich exportierte Deutschland 2,06 Millionen Tonnen Diesel – ein Zuwachs von 320.000 Tonnen, beziehungsweise um 18,7 Prozent.