Zeit 25.03.2026
14:06 Uhr

Arbeitsmarkt: Sächsische Betriebe bauen auf Mitarbeiter aus dem Ausland


Arbeitsmarkt: Sächsische Betriebe bauen auf Mitarbeiter aus dem Ausland
Immer mehr Betriebe in Sachsen setzen auf ausländische Arbeitskräfte. Von den landesweit 102.900 Betrieben beschäftigte voriges Jahr jeder Vierte (25 Prozent) Mitarbeiter mit ausländischem Pass, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Zahl ist über die Jahre gestiegen: 2015 waren es noch knapp 11.700 (10,2 Prozent), 2020 rund 19.300 (18 Prozent). Trotzdem liegt Sachsen im Bundesvergleich deutlich zurück: Deutschlandweit haben 4 von 10 Betrieben ausländische Mitarbeiter, in Baden-Württemberg und Hessen liegt der Anteil sogar bei fast 50 Prozent. Insgesamt gehen in Sachsen laut Regionaldirektion rund 151.000 Ausländer einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Eine Verdrängung von deutschen Arbeitnehmern sehen die Experten nicht. Der Anstieg kompensiere den demografisch bedingten Rückgang der deutschen Bevölkerung, hieß es. So sorge die Migration dafür, dass frei werdende Stellen überhaupt nachbesetzt werden könnten. Die Beschäftigungsquote der Deutschen liege trotz des Zuwachses ausländischer Arbeitnehmer stabil bei 70 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260325-930-865056/1