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28.03.2026
10:59 Uhr
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Beim WM-Finale im Stadion zu sein, davon träumte unser Kolumnist einst. In den USA würde ihm schon ein Vorrundenspiel reichen, wäre da nicht diese Welt des big money.

In unserer Kolumne "Grünfläche" schreiben abwechselnd Oliver Fritsch, Christof Siemes, Stephan Reich und Christian Spiller über die Fußballwelt und die Welt des Fußballs. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 13/2026. Einmal war ich ganz kurz davor, mir ein Ticket für ein WM-Finale zu leisten, im Juli 2010 in Südafrika. Der Zufall wollte es, dass ich für eine Kulturreportage in Johannesburg weilte, als Deutschland in Durban das Halbfinale gegen Spanien bestritt. Hätten Neuer, Lahm, Özil, Klose & Co. gewonnen, wäre es wohl möglich gewesen, über die deutsche Botschaft eine Eintrittskarte zu ergattern, der kolportierte Preis betrug 800 Euro. Kein Schnäppchen, aber für meinen Traum einer Once-in-a-lifetime-experience und nach Rücksprache mit der Familie schien mir das gerade noch vertretbar. Carles Puyols 1:0 in der 73. Minute schonte dann meine Geldbörse.