Zeit 07.10.2026
18:05 Uhr

(+) Unzufriedenheit im Job: Wenn der schreckliche Job gerade alternativlos ist


Sie fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr erwünscht, können aber nicht kündigen: Hier erzählen Angestellte, wie sie sich durch solche Krisen manövriert haben.

(+) Unzufriedenheit im Job: Wenn der schreckliche Job gerade alternativlos ist
Seine Standardantwort, um Recruiterinnen abzuwimmeln, war: »Vielen Dank für Ihr Interesse, ich bin happy in meiner Firma, aber lassen Sie uns in Kontakt bleiben.« Das war vor drei, vier Jahren. »Da konnte ich mich vor Angeboten kaum retten«, sagt Paul Weidenstein*. Heute hört sich das für den Mitte-30-Jährigen schräg an, er sucht seit eineinhalb Jahren nach einem neuen Job. 50 Bewerbungen, kein Erfolg. Weidenstein ist Betriebswirt mit einem Master in Nachhaltigkeitsmanagement. Er arbeitet in einer Beratung, die Unternehmen dabei unterstützt, ökologischer zu werden. Seit er aus der Elternzeit zurückkam, hat er weniger Verantwortung und wird aus Entscheidungen ausgeschlossen, dabei gehört er zur erweiterten Geschäftsführung. Seine Chefs sagen, sie müssten umstrukturieren wegen der geringeren Aufträge.