|
22.03.2026
16:56 Uhr
|
Vor 30 Jahren tüftelten Ingenieure an einem neuen Anschluss. Heute ist USB die erfolgreichste Schnittstelle der Technikgeschichte – und längst ein Politikum.

Kabel einstecken – passt nicht. Kabel drehen, nochmal einstecken – passt wieder nicht. Kabel wieder zurückdrehen – jetzt passt’s. Das USB-Paradoxon, ein zweiseitiges USB-A-Kabel, das drei Versuche zum Einstecken braucht, dürfte jeder kennen, der in den Nuller- und 2010er-Jahren einen Computer benutzt hat, es wurde zum Meme. Das neuere USB-C lässt sich zwar beliebig einstecken, für einigen Ärger sorgt es aber immer noch. Dass so etwas Schnödes wie ein Anschluss überhaupt Gefühle auslösen kann, mag für einige überraschend sein. Doch kaum ein Stecker ist so zentral für unsere moderne digitale Gesellschaft wie der USB-Anschluss. In diesen Tagen wird er 30 Jahre alt. Seine Geschichte zeugt von Erfindergeist, politischen Einflussnahmen – und großen Missverständnissen.