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28.03.2026
09:03 Uhr
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In München gibt es klassische Aufregung um ein "Servus" des israelischen Dirigenten Lahav Shani. Na servus.

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 13/2026. Wie soll ich Sie zur Lektüre dieses kleinen Textes begrüßen, liebe Leserinnen und Leser? Mit einem norddeutschen "Moin" vielleicht? Dann wäre es egal, wann Sie diese Zeilen lesen, morgens, mittags, abends oder nachts – "Moin" geht immer. Genauso wie das bayerisch-österreichisch-südtirolerisch-slowenisch-kroatisch-ungarisch-slowakisch-nordwestrumänische "Servus", um das es hier gehen soll. Mit "Servus", "Servas" oder "Szervusz" macht man in der Regel nichts falsch. Es hat Lokalkolorit, fühlt sich informell und empathisch, aber nicht zudringlich an und geht leicht über die Lippen. Selbst die richtige Aussprache ist ein Kinderspiel.